Die IG Metall, häufig gescholten ob ihrer zentralistischen Haltung, will künftig bei Tarifabschlüssen die unterschiedlichen betrieblichen Belange stärker berücksichtigen. Tarifpolitik "à la carte" heißt das Schlagwort, unter dem mehr Mitbestimmung bei der Umsetzung von Tarifverträgen praktiziert werden soll.

Erste Ansätze dieser Strategie gab es bereits 1984, als die wöchentliche Arbeitszeit von vierzig auf 38,5 Stunden verkürzt wurde. Der Rahmen für betriebliche Sonderwünsche, der zunächst eng gesteckt war, soll nun weiter werden.