Eile tut not für jeden, der sich nun doch noch entschließt, zu den Olympischen Spielen nach Seoul zu reisen. Es stehen zwar noch genügend Gästezimmer in der südkoreanischen Hauptstadt zur Verfügung – mit den Flügen jedoch wird es knapp und teuer

Mit dem griffigen Slogan "Save big money at small Hotels" weist das Koreanische Fremdenverkehrsamt darauf hin, daß auch während des Olympiabooms in Seoul noch Zimmer frei sind. Rund 6500 Betten stehen für Gäste aus aller Welt bereit.

Die "Yŏgwans", wie sich diese kleinen Hotels nennen, stehen in Service und Komfort den größeren kaum nach, alle Zimmer sind mit Dusche oder Bad, Toilette, Telephon und Fernsehgerät ausgestattet. Wer die Exotik sucht, kann ein Zimmer in traditioneller koreanischer Einrichtung buchen. Die Preise liegen zwischen 30 und 50 Mark pro Nacht und Person.

Um jetzt noch ein Flugticket zu ergattern, muß der Kurzentschlossene jedoch tief in die Tasche greifen. Zwar fliegen während der Olympischen Spiele 16 Airlines mit 285 Jets über die Ozeane, doch die meisten sind längst ausgebucht,

Die Lufthansa meldet zwar noch "vereinzelte Plätze auf allen Maschinen" – das gilt aber nur für den Hinflug. Die Rückflüge unmittelbar nach Ende der Spiele am 2. Oktober sind vergeben.

Bei der Swissair, die von Frankfurt und von Zürich aus nach Südkorea fliegt, sind die Flüge zu Sondertarifen seit langem ausgebucht. In der Business-Class und in der Ersten Klasse jedoch sind noch Ersten zu haben – zu entsprechenden Preisen. In der Business-Class kostet der Hin- und Rückflug von Frankfurt aus 7415 Mark, in der Ersten Klasse sind ab Frankfurt 12 246 Mark zu zahlen.

Eine zusätzliche Maschine hat Korean Air Lines eingesetzt, sie fliegt am 16. September – also pünktlich zum Beginn der Spiele – von London (Gatwick) nach Seoul und hat noch "ein paar Plätzchen frei", wie es im Frankfurter Büro hieß. Ansonsten zuckt man bei den Fluggesellschaften resigniert die Schultern: "Warteliste!" lautet die Standardantwort.