Die Gewinne der deutschen Banken gingen 1987’ zum ersten Mal in den achtziger Jahren zurück. Der Jahresüberschuß vor Steuern sank um 8,8 Prozent auf 19,4 Milliarden Mark und liegt damit auf dem Niveau von 1983. Grund für diesen Rückgang sind die Wertpapierverluste nach dem Börsenkrach im Oktober. Größere Einbrüche konnten die Banken mit Hilfe ihrer Reserven auffangen.

Länder und Gemeinden im Norden der Bundesrepublik investieren weniger als im Süden. Die Ausgaben betrugen 1987 in Bayern und Baden-Württemberg ein Drittel mehr als im Bundesdurchschnitt, in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen ein Viertel weniger. Am kräftigsten stiegen die Investitionen von 1970 bis 1987 in Bayern. Die Nordrhein-Westfalen investierten am wenigsten.

Werbeträger Nr. l bei den Fernsehanstalten sind immer noch die öffentlich-rechtlichen. Mehr als neunzig Prozent der 1,19 Milliarden Mark Werbeeinnahmen aus der ersten Jahreshälfte 1988 gingen in ihre Kassen. ARD und ZDF wollen die Einschaltpreise in den kommenden Jahren um drei beziehungsweise acht Prozent erhöhen.

Amerikanische Unternehmen produzierten im Juli 0,8 Prozent mehr als im Juni. Auf diesen starken Zuwachs der Industrieproduktion reagierte die New Yorker Aktienbörse mit einem kräftigen Kursrückgang. Da viele Unternehmen an den Grenzen ihrer Kapazität arbeiten, befürchten die Börsianer eine steigende Inflationsrate.

Südafrika wird zum 1. September

Importkontrollen verhängen und die Brennstoffpreise um fünfzehn Prozent anheben. Wichtige Nahrungsmittel sind von den Importeinschränkungen ausgenommen. Mit diesen Maßnahmen soll vor allem der Abfluß von Devisen gebremst werden. Die Regierung will Probleme für den Schuldendienst vermeiden: Südafrika hat rund 22 Milliarden Dollar Auslandsschulden. et