Was Gott erschaffen in der Welt,

Ist alles gut und wohl bestellt,

Gebrauch es nur mit klugem Rath,

Wozu er es geordnet hat!

Verständige Männer haben folgende Lehren vom Trink- und Kochwasser bekannt gemacht. Das gesündeste unter allen Getränken ist Wasser aus frischen fließenden Quellen, die aus Felsen oder Sandsteinen entspringen. Ein solches muß aber geradeweg schmecken nach nichts; es muß ganz hell und klar, leicht und weich seyn, daß die Seife bald darin schäumt und daß es bald zum Sieden gebracht werden kann. Es darf den Mund nicht verunreinigen, und Kopf und Brust nicht angreifen. Wer es trinket, muß keine Beschwerden im Unterleibe, in den Eingeweiden, unter den Rippen und in der Nieren-Gegend davon verspüren. Ist in der Nähe von einem Dorfe eine Quelle, welche diese Eigenschaften hat: so wird es der Gemeinde gewiß nicht gereuen, wenn sie die Kosten daran wendet, sie durch eine Röhrenfahrt ins Dorf zu leiten. Was die Unterhaltung kostet, werden die Einwohner an ihrer und ihres Viehes Gesundheit wieder gewinnen; indem sie desto weniger für ihre Arzeneyen auszugeben brauchen.

Nächst diesem führen auch große, oder doch schnell laufende Flüsse ein gesundes Wasser. Aber alle langsam fließende, deren Boden schlammicht ist, und deren Wasser durch faulende Kräuter und allerhand Gewürme verunreinigt wird, sind gefährlich zu trinken.