Was über Sie in Deutschland geschrieben wird, ist selten freundlich. Sie werden als größenwahnsinnig, paranoid, kurz als verrückt bezeichnet.

HANS JÜRGEN SYBERBERG: Das hat mich immer gewundert. Ich sehe, mich mit diesen Begriffen nicht definiert. Aber natürlich haben sie ihre Wirkung. Man will mich töten. Ich bin abhängig von öffentlichen Geldern, die von redlichen Beamten in Krawatte und Anzug verwaltet werden. Diese Leute geben ihr Geld nicht einem, der als Idiot und Verrückter beschimpft wird.

Kann es sein, daß die Angriffe auch etwas Wahres enthalten?

SYBERBERG: Das frage ich mich. Ich frage mich, wo rührt das her? Woher nimmt man die Argumente?

Nach ihrem Film „Parsifal“ haben Sie gesagt, nun könne man die Oper auf der Bühne nicht mehr ertragen.

SYBERBERG: Damit habe ich gemeint, daß so etwas wie in meinem Film auf der Bühne nicht machbar ist.

Auf die Frage nach Ihren Lieblingsfilmen nannten Sie Ihre eigenen.