Die Schulden des Staates sind von Januar bis Juni dieses Jahres schneller gestiegen als die Einnahmen. Grund dafür sind die zunehmenden Sozialausgaben, aber auch außergewöhnlich hohe Bauinvestitionen. Während die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent auf 261,6 Milliarden Mark stiegen, erhöhte sich der Schuldenstand um 6,5 Prozent auf 898,6 Milliarden Mark.

Auch nach der geplanten Steuerreform 1990 werden deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich die höchsten Steuern zahlen, meint das Wirtschaftsmagazin Impulse. So werden Kapitalgesellschaften zwar nur noch 66,2 Prozent ihres einbehaltenen Gewinns ans Finanzamt abführen (heute: 70,8 Prozent), damit aber immer noch wesentlich mehr Steuern zahlen als Unternehmen in Großbritannien (35 Prozent) oder in den USA (45,3 Prozent).

Bis zum Jahresende wird die Verschuldung der Deutschen Bundesbahn um weitere 2,5 Milliarden auf 43,3 Milliarden Mark zunehmen. Im vergangenen Jahr lag der Fehlbetrag bei 3,94 Milliarden Mark. Die Defizite entstanden im Personennahverkehr (600 Millionen Mark) und bei der Unterhaltung des Streckennetzes (5,3 Milliarden Mark). Im Personenfernverkehr, Güter- und Schiffsverkehr erwirtschaftete die Bahn dagegen einen Überschuß von rund zwei Milliarden Mark.

Zum ersten Mal seit zehn Jahren haben die Ostseestaaten Fangquoten für Kabeljau vereinbart. Die jährliche Obergrenze für alle sieben Staaten soll zukünftig 220 000 Tonnen betragen. Der Kabeljau-Fang war durch Wasserverschmutzung und Überfischung von 400 000 (1980) auf 239 000 Tonnen (1987) zurückgegangen. et