Bevor Kolumbus lossegelte, um einen Seeweg nach Indien zu finden, hatten chinesische Kapitäne bereits in fünfmal größeren Schiffen die Küsten Afrikas, Asiens und Indiens erkundet. Ein Bild des chinesischen Erfindergeistes vermittelt in Brüssel die Ausstellung: "China, Himmel und Erde, 5000 Jahre Entdeckungen und Erfindungen". Sie versucht, einen Überblick über den wissenschaftlichen Beitrag zu geben, den dieses Land für die Menschheit geleistet hat. Behandelt werden die vier großen Erfindungen – Kompaß, Schießpulver, Druckkunst und Papier –, gezeigt werden aber auch die Präzisionsgeräte, mit denen der Stand der Sterne berechnet werden konnte, Pumpen sowie die unruhige Seele jeder Uhr, die Unruh. Außerdem gibt es Beispiele der Porzellan- und Seidenherstellung, überdies wird auf etwas so Wichtiges wie die Entwicklung des Zaumzeugs für Pferd und Esel verwiesen, mit dessen Hilfe die Zugkraft noch besser ausgenutzt werden konnte. Rund 300 Ausstellungsstücke, die in Nordamerika mehr als vier Millionen Besucher angezogen hatten, sind in Europa nur in Brüssel zu sehen.

Anlaß für diese umfangreiche Ausstellung, die vom China-Europa-Institut der katholischen Universität Löwen und der flämischen Regierung vorbereitet wurde, ist der 300. Todestag des flämischen Jesuiten und Astronomen Verbiest, der in China wirkte.

"China, Himmel und Erde" ist im Koninklijke Musea voor Kunst en Geschiedenis, Parc du Cinquantenaire, Brüssel, bis zum 16. Januar 1989 täglich außer montags von zehn bis 17 Uhr, mittwochs bis 21 Uhr zu sehen. Spezielle Hotelarrangements von Freitag bis Montag kosten mit Übernachtung und Frühstück sowie Eintritt von 1820 Belgischen Franc (etwa 91 Mark) in einfachen bis zu 3980 Belgischen Franc (etwa 200 Mark) im Fünf-Sterne-Haus.

Auskunft erteilt das Belgische Verkehrsamt, Berliner Allee 47, 4000 Düsseldorf, Tel. 0211/32 60 08, oder O.P.T., 61 Rue du Marche aux Herbes, B-1000 Brüssel, Tel. 00322/51 38 630.