Genußscheine stehen zwischen Aktien und festverzinslichen Wertpapieren. Einerseits sind die Inhaber von Genußscheinen am Gewinn und am Verlust der Gesellschaft beteiligt, es besteht insofern also eine Parallele zur Dividendenzahlung auf Aktien. Andererseits haben die Genußscheininhaber nicht die Eigentümerrechte der Aktionäre, sie dürfen insbesondere nicht an der Hauptversammlung teilnehmen und an deren Beschlüssen mitwirken. Während Aktien in der Regel auf unbestimmte Zeit ausgegeben werden, haben Genußscheine im allgemeinen eine festgesetzte Laufzeit und werden dann zum Nennbetrag zurückgezahlt. Allerdings sind die insgesamt knapp dreißig an deutschen Börsen notierten Genußscheine sehr verschieden ausgestaltet, so daß jeder Anleger die zum Teil schwerverständlichen Genußschein-Bedingungen vor einer Anlageentscheidung detailliert prüfen sollte.