Die Ruhe währte nur einen Sommer, doch dann wiederholte sich das Frühjahrsspektakel: Die Winterflugpläne für den Berlin-Verkehr waren gedruckt, aber die Fluggesellschaften konnten sie nicht in die Tat umsetzen, weil sich die Luftattaches der Amerikaner, Briten und Franzosen nicht einig waren.

Schuld daran ist – niemand sagte das offen – eine Gesellschaft mit dem Namen Euro-Berlin (France). Das "France" ist dabei wichtig, weil nur Gesellschaften der drei Westalliierten im Berlin-Verkehr fliegen dürfen. Doch die Sowjets meldeten Bedenken an, weil an dieser neuen Gesellschaft die Deutsche Lufthansa mit 49 Prozent beteiligt ist.

Ganz zufällig meldete nun just zu diesem Zeitpunkt die DDR die Forderung an, über die Flugbewegungen im Berlin-Verkehr informiert zu werden – ein Wunsch, der wiederum bei den Westalliierten prompt auf Bedenken stieß.

Wann endlich wird auch im Luftverkehr nach Berlin und in die DDR Normalität einkehren? Die Zeit ist reif für ein entsprechendes Abkommen. hm