Also liegt alles an den Regierungen. Und damit im argen. Es sei denn, die beiden Bevölkerungen ließen sich diesen Pragmatismus nicht ewig gefallen. Es gibt also nicht die geringste konkrete Aussicht auf einen Anfang der Überwindung der Teilung.

Deutschland bleibt also ein Wort, brauchbar für den Wetterbericht. Ich wundere mich selber darüber, daß diese konkrete Aussichtslosigkeit bei mir nicht umschlägt in Hoffnungslosigkeit. Vielleicht kommt das von diesem Geschichtsgefühl.

Aus der vom Bertelsmann Verlag, von den Münchner Kammerspielen und von der Stadt München veranstalteten Reihe "Reden über das eigene Land: Deutschland", deren Texte bei Bertelsmann als Buch erscheinen werden.