Von Januar bis August 1988 hat die Baunachfrage in der Bundesrepublik im Vergleich zum Vorjahr um 11,4 Prozent zugenommen. Beim Wirtschaftsbau stiegen die Auftragseingänge um neunzehn, beim Wohnungsbau um sechzehn Prozent. Die Zahl der Beschäftigten ist dagegen im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent gesunken.

Zitrusfrüchte, die im Sommer in die Bundesrepublik importiert werden, kommen inzwischen zu mehr als zwei Dritteln aus Südafrika. Trotz verschiedener Boykott-Aufrufe hat sich allein die Einfuhr südafrikanischer Orangen im ersten Halbjahr 1988 gegenüber dem Vorjahr verdreifacht.

Die Bosse amerikanischer Unternehmen verdienen weltweit am besten, dicht gefolgt von ihren Kollegen aus der Schweiz und Japan. Werden zusätzlich zum Einkommen jedoch die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten berücksichtigt, rückt Venezuela an die zweite Stelle, und die Schweizer fallen auf den sechsten, die Japaner gar auf den sechzehnten Platz zurück. Bundesdeutsche Vorstandsvorsitzende liegen wie die meisten ihrer europäischen Kollegen im Mittelfeld. Sie erreichten im Vergleich mit zwanzig Ländern Rang zwölf.

Um 155,1 Milliarden Mark hat die amerikanische Regierung ihr Haushaltsbudget 1988 überzogen. Das Defizit liegt zwar innerhalb der von Regierung und Kongreß 1987 vereinbarten Grenze, ist aber im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent gestiegen. Als Gründe dafür werden höhere Verteidigungsausgaben und die unvorhergesehene Stützung konkursbedrohter Sparkassen angegeben.

Chinas Behörden haben mit sofortiger Wirkung Seide und Seidenprodukte mit Exportzöllen zwischen achtzig und hundert Prozent belastet. Von der Verordnung sind auch Ausfuhren betroffen, für die bereits Verträge existieren.

Japan hat in der ersten Hälfte des Wirtschaftsjahres 1988/89 einen Außenhandelsüberschuß von 83,4 Milliarden Mark erzielt. Die Exporte stiegen um 15,3, die Importe um 30,3 Prozent. rz