Erinnerung an Gernika

In der baskischen Stadt Gernika ließ der mörderische Luftangriff von Hitlers Legion Condor am 26. April 1937 kaum einen Stein auf dem anderen. Picassos Riesengemälde "Guernica" mit seinen gequälten, schreienden Kreaturen hielt die Grausamkeit dieser neuen Art von Kriegführung für alle Nachgeborenen auf erschütternde Weise fest. Zum 50. Jahrestag des Bombardements beschloß das baskische Regionalparlament die Errichtung eines Friedensforschungsinstituts in Gernika. Anderthalb Jahre nach diesem Entschluß zögert die Bonner Regierung offenbar immer noch, ob und wie sie diese für Basken und Deutsche symbolträchtige Geste der Versöhnung unterstützen soll. Mancher tut sich offenbar mit der Erinnerung an Gernika schwerer als mit der Bewunderung für "Guernica".

Ein Schreckensruf, frei nach Eduard Munch, der neuerdings auf Postern und T-Shirts in Amerika verewigt wird. Ob der Schrei, der dem Bush-Gefährten Dan Quayle und der Möglichkeit gilt, er könne eines Tages Präsident werden, den Demokraten noch viel hilft?

Kuenheim zurück zur ZEIT

Haug von Kuenheim, lange Jahre Ressortleiter Modernes Leben und stellvertretender Chefredakteur der ZEIT, ist nach anderthalb Jahren an der Spitze des Kölner Stadt-Anzeigers wieder zur ZEIT zurückgekehrt. Er hat am 1. November die Aufgabe eines Redaktionsdirektors übernommen. Zunächst springt er für den erkrankten Jochen Steinmayr ein, in dessen Vertretung er das ZEITmagazin leitet.