Auch diesmal wurden die Börsentage um die Präsidentenwahlen in den Vereinigten Staaten wieder von Unsicherheit geprägt. Schließlich vermag niemand zu sagen, wie die Wirtschaftspolitik der neuen Regierung aussehen wird. Aber dies war es nicht allein, was deutsche Anleger zeitweilig in die Zurückhaltung trieb. Als Belastungsfaktor haben sich vor allem die in Gang befindlichen und noch bevorstehenden Kapitalerhöhungen erwiesen.

Daß die Asko-Kapitalerhöhung den Kurs der Asko-Aktien unter Druck setzen würde, war spätestens nach dem Angebot einer Bankengruppe zu erwarten, die von den Großaktionären nicht bezogenen jungen Aktien außerbörslich zum Preis von 850 Mark zu übernehmen. Inzwischen hat sich der Kurs der alten Aktien auf etwa 800 Mark ermäßigt. Das Bezugsrecht drohte zeitweilig wertlos zu werden. Schon wird der Verdacht erhoben, vor der Kapitalerhöhung sei der Asko-Kurs nach oben gepflegt worden, um einen möglichst hohen Ausgabepreis für die jungen Aktien durchsetzen zu können.

Ohne sonderliche Begeisterung ist die beabsichtigte Kapitalerhöhung der Dresdner Bank begrüßt worden. Der vielzitierte Aufkäufer aus der Schweiz, hinter dem Börsianer die Allianz-Holding vermuten, hat seine Aktivitäten in den vergangenen Tagen fortgesetzt und damit einen nennenswerten Kursverfall der Dresdner-Bank-Aktie verhindert. K. W.