Riesige „Tiger-Garnelen“ sind aus einem Forschungslabor in South Carolina entfleucht und breiten sich nun an der US-Ostküste aus. Wissenschaftler und Fischer verfolgen gleichermaßen verwundert, wie sich die rund zwanzig Zentimeter langen Shrimps der Art penaeus monodon gegen die einheimischen Krustentiere durchsetzen. Laut New Scientist (Bd. 1636/88, S.25) sollen die bis zu 110 Gramm schweren Biester recht schmackhaft sein. HST

Das weitverbreitete Tensid Natriumlaurylsulfat (NLS), in vielen Zahnpasten, Shampoos und Seifen als Netzmittel enthalten, könnte erneut zu Kontroversen Anlaß geben. Wie das Wallstreet Journal Anfang November berichtete, deuten Labor- und Tierversuche darauf hin, daß NLS insbesondere von den Augen noch wachsender, junger Tiere rasch absorbiert wird. Es führe dort zu Veränderungen bestimmter Eiweiße und verzögere die Wundheilung. Vor allem bei der Körperpflege von Kindern seien Detergentien wie NLS mit Vorsicht einzusetzen. HST

Warum Murmeltierfett gegen Rheuma hilft, konnten jetzt Münchner Pharmakologen aufklären. In dem Fett sind nämlich Corticoide in Mengen enthalten, die an den Gehalt von hydrocortisonhaltigen Salben heranreichen. Hildebert Wagner und Dieter Nusser vom Institut für Pharmazeutische Biologie der Universität München hatten Murmeltier- und Dachsfett mit einer neuen hochempfindlichen Technik analysiert und dabei acht verschiedene Corticoide mit einem Gesamtgehalt von 30 bis 80 Milligramm pro Kilogramm gefunden, berichtet die Deutsche Apotheker Zeitung (Band 128, S.1921). Die entzündungshemmende und das Immunsystem unterdrückende Wirkung dieser Substanz erklärt, warum Murmeltier- und Dachsfett auch heute noch in der Volksmedizin beliebt sind, um rheumatische Erkrankungen, Gelenkentzündungen und Ekzeme zu kurieren. HE

Kokain in den Haaren einer Mutter beschäftigt ein New Yorker Gericht. Die 37jährige streitet mit ihrem Ehemann in einem Scheidungsverfahren um das Sorgerecht für ihre Tochter. Der Ehemann wirft ihr Kokainabhängigkeit vor; sie behauptet, von der Droge los zu sein. Der Gatte ließ daraufhin Haare von ihr, die er im Bad gesammelt hatte, untersuchen – die Analyse ergab deutliche Kokainspuren. Für eine Kontrolluntersuchung reichte das Material nicht aus. Nun hat das Gericht die Mutter verknurrt, für eine Nachuntersuchung Haare zu lassen. HST