Von Charles J. Cazeau

Was sind eigentlich Schwarze Löcher?

Den Gedanken, daß im Weltall Objekte dieser Art existieren könnten, hat zum ersten Mal vor etwa zweihundert Jahren Laplace geäußert. Die Idee wurde 1916 wieder aufgegriffen, und innerhalb der letzten fünfzehn bis zwanzig Jahre begannen Astronomen, sich ernsthaft mit ihr auseinanderzusetzen, weil sie nun über bessere Instrumente verfügten. Die Exi-Stern verbraucht Löcher ist logisch. Ein Stern verbraucht seinen nuklearen Brennstoff, und während dieses Prozesses schafft der Druck nach außen ein Gegengewicht zu der Schwerkraft der Masse der Materie, die den Stern ausmacht. Sobald der nukleare Brennstoff aufgebraucht ist, nimmt die Schwerkraft überhand, und der ehemalige Stern schrumpft zu einem Ball von unglaublicher Dichte. Wenn wir zum Beispiel die Erde zu einem Schwarzen Loch machen wollten, müßte ihre gesamte Substanz zu einer Kugel von 1,27 Zentimeter Durchmesser zusammengedrückt werden. Der Sog der Schwerkraft ist so stark, daß nicht einmal Licht ihm entkommen kann, und deshalb ist ein Schwarzes Loch unsichtbar. Wir können Schwarze Löcher nur durch die Wirkung ausmachen, die sie auf nahe gelegene Sterne und stellare Materie haben. Möglicherweise gibt es viele Schwarze Löcher, aber nur über die Existenz von einem scheint Gewißheit zu herrschen. Dieses eine wurde Cygnus X-l genannt.

Stimmt es, daß Haie menschliches Blut kilometerweit riechen können?

Man müßte annehmen, daß sich Blutspuren erst einmal kilometerweit im Meer verteilen, damit ein Hai die Chance erhielte, sie wahrzunehmen. Das ist nicht eben wahrscheinlich, es sei denn; der Mensch blutete sehr stark. Im übrigen weiß man, daß Menschen im flachen Wässer von Haien angegriffen und verwundet wurden, ohne daß die Haie ihre Angriffe erneuerten. Bei einigen Versuchen schwammen Haie ohne ein Zeichen der Erregung mitten durch Schwaden menschlichen Blutes. Bei Rattenblut war es ähnlich. Wenn man jedoch tote Ratten in Fischblut tränkte, griffen die Haie unverzüglich an. Menschen gehören einfach nicht zur normalen Nahrung des Hais und werden von ihm nicht besonders beachtet. Was Haie tatsächlich anlockt, sind Vibrationen und Bewegungen dicht unter der Wasseroberfläche – also dort, wo sich normalerweise verletzte oder sterbende Fische finden. Wenn Haie schwimmende Menschen angreifen, könnte das also sehr wohl eine bloße Verwechslung sein.

Woher kommt bloß der ganze Staub?

Staub – laut Definition sind das alles Partikelchen mit einem Durchmesser von unter einem Millimeter, egal woraus sie bestehen. Sie können aus den verschiedensten Quellen stammen. Gewöhnlicher Hausstaub besteht zu einem großen Teil aus abgestorbenen und abgeschuppten Hautfetzen – denn dauernd stößt die Haut kleine Flöckchen ab. Tabakrauch ist eine weitere Quelle. Durch das offene Fenster kommen mit dem Wind Teilchen aus der Atmosphäre, darunter Blütenstaub und andere Pflanzenteile, Rauchpartikel aus industriellen Abgasen sowie Lehm und andere Mineralien aus dem Erdboden. Ein- und ausgehende Kinder sind eine ergiebige Staubquelle. Größere Vulkanausbrüche erzeugen Tausende von Tonnen Staub, der irgendwo niedergehen muß, und selbst der Staub aus dem Weltraum ist nicht zu vernachlässigen. Allein über den Vereinigten Staaten gehen Jahr für Jahr etwa 43 Millionen Tonnen Staub nieder, 31 Millionen aus natürlichen Quellen, der Rest Menschenwerk. Ein Teil, dieser Menge wandert just durch ihren Staubsauger. Sie werden damit leben müssen.