Von Charles J. Cazeau

die Luft, und die Explosion war noch im 4800 Kilometer entfernten Australien zu hören. Es gab jedoch einen noch stärkeren Ausbruch, und zwar den von Thera im Mittelmeer vor ungefähr 3500 Jahren, dessen Gewalt viermal so groß war wie die des Krakatau. Durch die Explosion verdunkelte sich der gesamte Mittelmeerraum; es kam zu schweren Überschwemmungen und Erdbeben; außerdem ging ein Regen aus glühender vulkanischer Asche und verkohlten Holzstücken nieder. Höchstwahrscheinlich war es dieser Vulkanausbruch, der zum Niedergang der minoischen Kultur beitrug.

Warum werden Kohle und Öl fossile Brennstoffe genannt?

Ein Fossil ist ein Überbleibsel früheren Lebens, das konserviert in der Erdkruste gefunden wurde. Sowohl Öl als auch Kohle sind solche Überbleibsel. Bei der Kohle handelt es sich im wesentlichen um die Reste begrabenen und umgewandelten pflanzlichen Lebens. Solch eine Vorstellung fällt einem bei flüssigem Erdöl schon schwerer. Seine organische Natur ist von Geologen unbestritten. Eine unzählige Menge von Kleinstlebewesen bevölkert heute die Ozeane, und so war es auch vor Millionen von Jahren. Als sie starben, sinken sie auf den Grund des Ozeans, wurden dort in den Ablagerungen eingeschlossen und wandelten sich langsam zu flüssigem Erdöl Als fossile Brennstoffe stellen diese wertvollen Stoffe "fossilisiertes" Sonnenlicht dar, das vor Jahrmillionen auf die Erde schien und dessen Energie durch die Pflanzen eingefangen und bewahrt wurde. Die Wärme brennender Kohle ist dieselbe Wärme, die die Erde vor langer Zeit erreichte.

Welcher See ist der größte der Welt

Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten, weil es ja sowohl Süß- als auch Salzwasserseen gibt. Und ist die Oberfläche oder die im See enthaltene Wassermenge gemeint? Ohne Zweifel gewinnt den Preis als größter See das Kaspische Meer, ein Inland-Salzwassersee mit 6400 Kilometern Uferlinie zwischen Europa und Asien. Bei den Süßwasserseen hat der Lake Superior zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten die größte Oberfläche; er enthält jedoch bei weitem nicht so viel Wasser wie der Baikalsee in Sibirien. Die meisten unserer heutigen Seen sind entstanden, als nach der Eiszeit das Eis zurückging und Schmelzwasser blieb.

Aus ,,Sciene Trivia" © Plenum Publ. Corp. New York 1986 Übersetzt von Margit Obernitz.