Turbulenzen an den Devisenmärkten, Streit um die amerikanische Wirtschaftspolitik, handelspolitische Dissonanzen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa, nichts, so scheint es, kann den japanischen Aktienmarkt beeindrucken. Täglich erklimmt der umfassende Nikkei-Aktienindex neue Höchstwerte, der Crash vom Oktober vorigen Jahres ist längst vergessen. Anfang dieser Woche lag das Kursniveau um gut zehn Prozent über den Höchstständen des Vorjahres kurz vor dem weltweiten Börsenkrach. Für viele professionelle Börsenbeobachter ist das Geschehen am japanischen Aktienmarkt "schlicht ein Wunder", das nahezu zwangsläufig auch ausländische Anleger anzieht. Die kaufen jetzt, so japanische Brokerhäuser, "alles, was gut und teuer ist" – vor allem Stahl- und Maschinenbauwerte sowie Papiere der Bau- und der Immobilienbranche.

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Vor genau einem Jahr hatte die Deutsche Bundesbahn zuletzt eine Anleihe aufgenommen, jetzt beschafft die Bahn sich wieder zwei Milliarden Mark am deutschen Kapitalmarkt. Die zehnjährige Anleihe bietet 6,375 Prozent Zinsen pro Jahr und wird zum Kurs von 99,75 Prozent ausgegeben. Das ergibt eine Rendite von 6,41 Prozent. Zinstermin ist jeweils der 1. Dezember.

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Bis zum Freitag dieser Woche können Anleger stimmrechtslose Vorzugsaktien der Spar Handels AG zeichnen. Der Ausgabekurs beträgt 250 Mark pro Aktie, für 1989 wird eine Dividende von 8,50 Mark (einschließlich Steuergutschrift: 13,28 Mark) angekündigt. bm