Immer wenn Direktionsassistent Dr. Günter P. von der Europäischen Management- und Marketing-Agentur (EMMA) als Gast in betriebswirtschaftliche Seminare einer Universität eingeladen wird, um aus der Praxis von Managing und Marketing zu referieren und mit den Studenten zu diskutieren, ist er verblüfft, wie sich die Manager von morgen für ein freies Unternehmertum engagieren und welche Schlüsse sie aus aktuellen wirtschaftspolitischen Entwicklungen in der Bundesrepublik Deutschland ziehen.

"Die jungen Leute", hatte ein befreundeten Professor der BWL ihn animiert, "sind sehr aufgeschlossen für praktische Ratschläge. Besonders, wenn man damit schnell ans große Geld kommt. Ich habe da ein kleines Hauptseminar über Risikomanaging, höchstens 250 Teilnehmer, da würde man gern etwas aus der Praxis hören."

Also geht Dr. P. in das Management-Seminar.

"Wir alle hier", erklärt einer der Studenten zu Beginn der Diskussion, "fahren voll ab auf freies Unternehmertum und Leistungsprinzip. Wir stehen auf dem Boden der real existierenden Marktwirtschaft."

"Sehr schön", sagt Dr. P., "und was hätten Sie für Fragen?"

"Trifft es zu", fragt eine Studentin, kühl und aus dem Ei gepellt wie Margaret Thatcher, "daß viele junge Unternehmen deshalb schnell wieder zugrunde gehen, weil sie bei dem Versuch des Chancenmanagements die Risikominimierung versäumt haben?"

Das könne ein Grund sein, sagt Dr. P.