Kräftige Zuwächse konnten im vergangenen Jahr die zwölf internationalen Verkehrsflughäfen der Bundesrepublik verbuchen. Die Zahl der Fluggäste stieg auf 68 Millionen und lag damit um sieben Prozent höher als 1987. Etwas größer war das Wachstum bei der Luftfracht: 1,4 Millionen Tonnen wurden 1988 verladen, neun Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch für Jungunternehmer war 1988 ein gutes Jahr. Mit über 300 000 Firmenneugründungen wurde ein neuer Rekord erreicht. Rund 250 000 Betriebe haben dagegen ihre Pforten geschlossen. Damit hat sich die Zahl der Unternehmen noch etwas stärker erhöht als 1987. Damals lag der Saldo aus Gründungen und Stillegungen bei 46 000.

Eine Tonne Rohöl kostete im vergangenen Jahr durchschnittlich 206 Mark, 45 Mark weniger als 1987. Sechs Jahre zuvor lag der Preis noch bei 620 Mark. Trotz gestiegener Importe sind die Ausgaben der Bundesrepublik für Rohöl und Mineralölprodukte 1988 um rund achtzehn Prozent auf 25 Milliarden Mark gesunken, den niedrigsten Stand seit 1973. Die Rohölimporte stiegen um elf Prozent auf 71 Millionen Tonnen; die Produkteinfuhren gingen indes um zwölf Prozent auf 45 Millionen Tonnen zurück. Der Verbrauch an Motorenbenzin wuchs um 3,9 Prozent, der Absatz von leichtem Heizöl sank um denselben Prozentsatz.

Um 2,9 Prozent erhöhen sich die Tarifheuern der bundesdeutschen Seeleute. Darauf einigten sich der Verband Deutscher Reeder (VDR) und die Gewerkschaften ÖTV und DAG. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwölf Monaten.

Mit Inflationsraten in astronomischer Höhe haben die Länder Südamerikas zu kämpfen. Um 390 Prozent verteuerten sich die Preise in Argentinien; Brasilien beendete das Jahr 1988 mit einer Rekordrate von 934 Prozent; und in Peru hat sich die Inflation innerhalb eines Jahres auf 1698 Prozent mehr als verzehnfacht. ad