Von Charles J. Cazeau

gibt es einen Beweis für die Landung der Wikinger in Nordamerika Hunderte von Jahren vor Kolumbus? Wie könnten die Wikinger navigiert haben, da es doch damals noch keinen Kompaß gab?

Niemand kann mit Bestimmtheit sagen, wann oder wo der Schiffskompaß erfunden wurde; aber die Wikinger scheinen tatsächlich den Nordatlantik bereits überquert zu haben, bevor man in Skandinavien den Kompaß kannte. Seefahrende Völker wie die Minoer und Phönizier unternahmen sogar noch früher Reisen ohne Kompaß, die sie so weit aufs Meer hinaus führten, daß sie sich nicht mehr an Landmarken orientieren konnten. Vielleicht richteten sich diese frühen Seefahrer nach dem Stand der Sonne und nach vorherrschenden Winden. Die Wikinger könnten jedoch noch eine andere Navigationshilfe gehabt haben. Skandinavische Sagen erzählen von "Sonnensteinen". Manche Wissenschaftler sind der Ansicht, es handle sich hierbei um Minerale mit Polarisierungseigenschaften. Diese kristallinen Steine wechseln die Farbe, sobald sie in Richtung der Sonne gehalten werden, selbst wenn diese verdeckt ist, wie es auf den von den Wikingern befahrenen Seewegen oft vorkam.

Hollywood führt uns in vielen Filmen die Gefährlichkeit von großen Schlangen, von Tigern, Spinnen und anderen Dschungeltieren vor Augen. Hat es da nicht oft übertrieben?

Ja, hat es. Es herrscht die Tendenz, eine mögliche Bedrohung, die von diesen Tieren ausgeht, der Dramatik und des Nervenkitzels wegen aufzubauschen. Fast alle Geschöpfe in der Natur wollen vor allem überleben, wollen sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern, ohne mit anderen kämpfen zu müssen. Ein Mensch könnte in einer Entfernung von eineinhalb Metern an einer Boa Constrictor vorbeigehen, ohne daß diese auch nur die geringste Reaktion zeigt. Löwen lagern in der Nähe von Zebraherden und greifen sie nicht an, einfach weil sie satt sind. Gerät man an ein Spinnennetz, flieht die Spinne normalerweise. Obwohl diese Tiere unter bestimmten Umständen gefährlich sein können, sind sie nicht "bösartig". Der größte Feind des Menschen im Dschungel sind wahrscheinlich Moskitos und andere Insekten. Wir könnten uns auf jeden Fall im dichtesten Dschungel sicherer fühlen als zur Stoßzeit auf dem Times Square von New York.

Was ist Klonen? Wozu dient es?

Klonen ist ein Verdopplungsprozeß. Es gibt in der Natur Organismen, die sich ungeschlechtlich fortpflanzen, das heißt, ein Individuum produziert ein oder mehrere andere Individuen ohne Verbindung oder Austausch von genetischem Material, Daher sind die Nachkommen exakte Kopien des Originals. Bei höher entwickelten Organismen wie dem Menschen sind die Rekombinationen des genetischen Materials immer einmalig, so daß wir uns alle ein wenig voneinander unterscheiden. Klonenforschung kann der Menschheit durch die Bereitstellung von Insulin- und Wachstumshormonquellen oder anderer Stoffe von Nutzen sein. Auch bei der Heilung von Krankheiten könnte sie helfen. Die Science-Fiction-Szene, bei der man die Straße hinuntergeht und auf sein genaue! Ebenbild stößt ist weit hergeholt.