Um nahtlos braun zu werden, ziehen sich viele Deutsche in fernen Ländern aus wie daheim am Nordseestrand. Gern gesehen wird das nirgends. Wer beim unerlaubten FKK-Baden erwischt wird, muß mit Geldstrafen rechnen.

In den meisten Fernreiseländern, in denen europäische Touristen jetzt Strandurlaub machen, verletzt Nacktbaden die religiösen Gefühle der Einheimischen und ist deshalb streng verboten. Bikini und Badehose sind in Kenia, in Thailand, auf Sri Lanka, in der Dominikanischen Republik und auf den Malediven obligatorisch. Bei Verstößen gegen die Vorschriften drohen Geldbußen; wer beispielsweise auf den Malediven ohne Bekleidung erwischt wird, muß etwa tausend Dollar Strafe zahlen.

In Indien durften sich Sonnenhungrige bisher an Goas Stränden ausziehen, wenn sie denn unbedingt wollten. Für die Einheimischen waren unbekleidete Touristen eine Sensation. Manche reisten sogar in Bussen aus anderen Regionen an, um nackte Europäer anzuschauen. Das ist vorbei.

Die Tourismusverwaltung in Panaji hat an den wichtigsten Stränden Verbotsschilder aufgestellt. Wer künftig gegen das Nacktbadeverbot verstößt, wird bestraft. In Goa werden nicht nur Wächter in Zivil eingesetzt, sondern die Strände auch vom Meer aus beobachtet.

Die Mexikaner sehen unbekleidete Touristen ebenfalls nicht gerne. Fast überall in Mexiko ist Nacktbaden verboten. Nur ein kleiner Ort in Oaxaca duldet die FKK-Anhänger.

Auf den Seychellen im Indischen Ozean dürfen sich Touristinnen an den Swimmingpools ihrer Hotels zumindest "oben ohne" sonnen. Wer dort in einsamen Gegenden unbedingt nackt baden will, sollte sich aber schnellstens wieder anziehen, wenn Einheimische auftauchen. Es besteht ein landesweites FKK-Verbot, um dessen Einhaltung das Fremdenverkehrsamt in Frankfurt eindringlich bittet: "Man sollte das Ausziehen mit Rücksicht auf die Einheimischen freiwillig lassen." fj