Das dritte Geschlecht

Schriftliche Kleine Anfrage des Hamburger Bürgerschafts-Abgeordneten Günter Elste (SPD): Betr. das Wort "Lehrerinnen" in der Meldung der Staatlichen Pressestelle

"Ich frage den Senat: Wie lautet die Definition des Begriffes ,LehrerInnen‘? Welches Geschlecht haben ‚Lehrerinnen‘? Handelt es sich nach Meinung des Senats um eine neue Wortschöpfung, die bereits Eingang in die deutsche Sprache gefunden hat? a) Wenn nein, beabsichtigt der Senat, sich zukünftig solcher Begriffe zu bedienen, etwa bei der Formulierung von Gesetzen, Verwaltungsvorschriften oder Dienstanweisungen, um sich begriffsschöpfend zu betätigen? b) Wenn ja, hat die Schulbehörde bereits begonnen, entsprechende Änderungen der Lehrpläne für den Deutschunterricht vorzunehmen, oder werden ähnliche Begriffe bereits heute in den Arbeiten von Schülern nicht mehr beanstandet? Beabsichtigt der Senat zukünftig, ähnliche Begriffsschöpfungen als einen Beitrag zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern bei seiner Öffentlichkeitsarbeit zu verwenden? wie hätte nach meinung des senats die Schreibweise des im betreff genannten begriffs bei einer etwa durch eine änderung der lehrpläne einzuführenden gemäßigten kleinschreibung zu erfolgen, und hält der senat etwaige Probleme bei der Schreibweise für ausschlaggebend, um auf die einführung der kleinschreibung zu verzichten?"

Wir wissen nicht, was der Senat empfiehlt. Frau Duden empfiehlt für diesen Fall: lehrerlnnen oder LEHRERiNNEN.

Was noch?

Fangen wir doch wieder bei Adam und Eva an, wenn uns gar nichts anderes mehr einfällt. So hat es auch Ernst G. Tange gemacht und nunmehr sein viertes Aphorismen-Buch über dieses Alptraumpaar herausgegeben. "Adam und Eva waren ideale Ehepartner. Er mußte sich nicht dauernd anhören, was sie alles für Partien hätte machen können, und sie nicht, wie seine Mutter gekocht hatte." Wer kann soviel dummes Zeug gesagt haben? – Nein, falsch. So jemand muß selbstverständlich Anonym heißen. Besser ist Mark Twain: "Adam und Eva hatten viele Vorteile. Vor allem bekamen sie alle Zähne sofort und auf einmal." Den Adam aber schießt für uns heute Jeanne Moreau ab: "Adam? Der erste Entwurf für Eva."

Im Auge

Haben Sie auch so viele Proteine auf Ihrer Kontaktlinse? Und was tun Sie dagegen? Sie nehmen sie raus. Die Kontaktlinse. Und dann ist sie weg. Freunde und Partnerinnen (siehe oben) kennen das zur Genüge. Ein spitzer Schrei: "Mein Auge!" Die Suche beginnt. "Komm mir nicht zu nahe. Hier muß sie irgendwo sein. Paß auf, wo du hintrittst!" Derweil hängt die Kontaktlinse stillvergnügt am äußersten Handtuchzipfel und beobachtet von dortaus die chaotische Fahndung. Das alles können Sie sich ersparen, wenn Sie künftig eine Proteinentfernungstablette einwerfen. Nicht ins Auge; ins Glas. Das empfiehlt Ihnen Ihre Senioren-Post. Sollte sich nach einer Weile Proteinmangel einstellen, schreiben Sie uns.