Eine bisher unbekannte Gattung der Dinosaurier wurde in einem stillgelegten Steinbruch des Stadtteils Münchehagen von Rehburg-Loccum in Niedersachsen nachgewiesen. Dort war schon vor einigen Jahren eine Fährte mit dreizehigen Fußabdrücken entdeckt worden. Sie wurden zunächst der vor mehr als 100 Millionen Jahren häufig in Niedersachsen vorkommenden Gattung Iguanodon zugeschrieben. Vergleiche mit etwa 50 Spuren der Gattung Iguanodon zeigten später aber, daß es sich um eine andere Gattung handelt, die am ehesten der eines Entenschnabel-Dinosauriers aus Kanada ähnelt. Die Fährte von Münchehagen ist 28 Meter lang und enthält 19 Fußabdrücke mit einem Durchmesser von durchschnittlich 47 Zentimetern. Die Fußabdrücke stammen von einem auf zwei Beinen gehenden Dinosaurier. In Münchehagen hat man außerdem elephantenähnliche Fußabdrücke eines auf vier Beinen schreitenden Dinosauriers gefunden, die von einer etwa 20 Meter langen "Donnerechse" stammen, unter deren Schritten der Boden regelrecht "gedonnert" haben dürfte. EP

Mit Hilfe von rund 100 PC’s zerlegte ein Mathematiker der Universität in Athens (Georgia, USA) vor wenigen Wochen eine 95stellige Zahl in ihre Primfaktoren. Kein Netz verband die Mikrocomputer, vielmehr trug der Forscher W. R. Alford vier Monate lang Disketten von Computer zu Computer, um sie nacheinander bearbeiten zu lassen. Lediglich für den letzten Schritt benötigte er einen größeren Computer. An diesem Terminal ging dann alles sehr schnell – doppelt so schnell wie die Bemühungen einer internationalen Forschergruppe, die mit Hilfe eines über drei Kontinente verteilten Netzes von Großcomputern eine ähnliche Aufgabe löste. GvR

Rund eine Milliarde Menschen verträgt keinen Alkohol und ist daher relativ geschützt vor der Alkoholkrankheit – zu diesem Ergebnis kamen Mediziner der Universität Hamburg nach umfangreichen Studien über den Alkoholismus. Bei diesem Schutzmechanismus handele es sich um einen genetischen Defekt, in dessen Folge der Leber das Enzym ALDH fehle, welches normale-weise ein Zwischenprodukt des alkoholabbauerden Prozesses entgiftet. Wer diesen Defekt aufweist, der reagiere auf Alkohol mit Gesichtsrötung, Anstieg der Herzfrequenz und Unterleibsbeschwerden und hege daher zumeist Abneigung gegen Alkohol. Besonders Angehörige bestimmter Volker Asiens (z.B. in Japan, China, Korea) wiesen diese genetische Prädisposition auf, schreiben H. W. Goedde und D. P. Agarwal in den jüngsten Mitteilungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft. -ro