Von Charles J. Cazeau

Wie haben Menschen vor der Erfindung der modernen Kühltechnik das Verderben von Nahrungsmitteln verhindert?

Viele Lebensmittel sind früher verdorben. Gegen diesen Verderb war, besonders bei primitiven Völkern, oft die Veranstaltung von Festen die einzige Lösung, auf denen sich jedermann den Bauch vollschlagen konnte. Es dauerte aber nicht lange, bis die hervorragenden Eigenschaften von Salz als Konservierungsmittel – speziell für Fleisch – entdeckt wurden. Andere Lebensmittel, die man nicht einpökeln konnte, wurden im kalten, fließenden Wasser gekühlt. Im letzten Jahrhundert leitete man auf Bauernhöfen manchmal Bäche durch den Keller des Hauses und hielt darin Nahrungsmittel kühl. Bäche mit Schmelzwasser waren für diesen Zweck besonders geeignet. Eine andere Methode, das Fleisch vor dem Verderben zu schützen, war, es am Leben und "auf den Hufen" zu halten, bis es gebraucht wurde.

Ist das Ungeheuer von Loch Neu das einzige seiner Art in Schottland?

Jeder See in Schottland scheint sein Ungeheuer zu haben, ob Loch Lomond und Lochfyne oder auch Loch Awe, dessen Monster angeblich wie ein riesiger Aal aussieht und als "groß wie ein Pferd und von unglaublicher Länge" beschrieben wurde. Weltweit wird beinahe jedem See größeren Ausmaßes, ob in Irland, Kanada, Australien oder Mexiko, unterstellt, daß er ein Ungeheuer beherbergt. Es gibt "Ungeheuer" auch in den meisten Seen der Vereinigten Staaten, beispielsweise im Lake Walker, Nevada, von dessen Monster behauptet wird, es sei ein Menschenfresser, verspeise jedoch aufgrund eines Sonderabkommens mit den Indianern nur Weiße. Die meisten dieser Ungeheuer sind nicht böse und haben liebevolle Spitznamen wie "Nessie" vom Loch Ness und "Champy" vom Lake Champlain, New York. Solche Ungetüme werden durch falsche Beobachtungen oder bewußt zur Steigerung des Fremdenverkehrs oder einfach nur aus Spaß ins Leben gerufen. 1934 sagte Sir Arthur Keither: "Die einzigen Wesen, deren Existenz von zahllosen Zeugen bestätigt wurde und die niemals auf den Obduktionstisch kommen, gehören der Welt der Geister an."

Sie und ich haben das Schießpulver nicht erfunden. Aber wer war es?

In Deutschland hält sich die Legende, es sei der Freiburger Franziskanermönch Bertold der Schwarze gewesen, der dafür 1388 hingerichtet wurde. Die Legende kann nicht stimmen, denn auch in Deutschland gab es Feuergeschütze schon über ein halbes Jahrhundert vorher. Auch Chinesen, Griechen, Araber und Hindus erheben den Anspruch, das Schießpulver erfunden zu haben. Wir wissen, daß die Griechen in sehr früher geschichtlicher Zeit eine klebrige Mischung aus Schwefel, Pech und Öl herstellten, die "Griechisches Feuer" genannt wurde. Damit terrorisierten sie ihre Feinde. Wurden diese damit überschüttet, so haftete es an ihnen, und die Flammen waren sehr schwer zu löschen. Vielleicht war das die Urform des Schießpulvers. Vor tausend Jahren jedenfalls wurde Schießpulver in China benutzt, unter anderem in Feuerwerkskörpern und als Treibmittel in Raketen. Es besteht hauptsächlich aus Salpeter und Kaliumnitrat, die heftig brennen, wenn man sie zu gleichen Teilen mit Holzkohle und Schwefel mischt. Zündet man das Ganze in einem geschlossenen Behältnis, so kommt es zu einer Explosion. Vor etwa sechs- bis siebenhundert Jahren wurde Schießpulver zu Sprengzwecken verwendet. Manche Historiker sind der Ansicht, das Aufkommen des Schießpulvers habe das Ende der befestigten Burgen des Mittelalters bedeutet, da deren Mauern jetzt gesprengt werden konnten. Ohne Zweifel hat das Schießpulver nicht nur die Art der Kriegführung, sondern die Geschichte der Menschheit verändert.

Aus "Scence Trivia" Ptorum Pubi Corp New 1986 Ubessetz: von Margitv. Obertutz