Im Kursteil der ZEIT werden von dieser Ausgabe an die Aktien- und Rentenfonds aufgelistet, die nach Angaben des Bundesverbandes deutscher Investment-Gesellschaften (BVI) im vergangenen Jahr am besten das Geld der Anleger vermehrten. Insgesamt können sich die Manager der deutschen Kapitalanlagegesellschaften die Hände reiben. Noch nie zuvor überließen ihnen die Anleger soviel Geld wie im vergangenen Jahr. Alles in allem 20,6 Milliarden Mark flossen ihnen zu. Gegenüber 1987 ist das eine Steigerung von gut 42 Prozent.

Das Kapital der Kundschaft verwalteten die Fondsmanager mit recht unterschiedlichem Erfolg. Die neun besten in der Kurstabelle aufgeführten Aktienfonds schafften zwar allesamt eine Wertsteigerung über dreißig Prozent. Aber der Spitzenreiter ist immerhin um fast acht Prozentpunkte besser als der Letzte. Devif-Invest meldete ein Plus von 38,7 Prozent. Der Aktienfonds wird von der Deutschen Gesellschaft für Investment-Fonds verwaltet, deren Depotbank die Deutsche Genossenschaftsbank ist. MK Alfakapital von der Münchner Kapitalanlage schaffte demgegenüber nur einen Wertzuwachs von 31,1 Prozent. Platz zwei nimmt Akkumula von der Deutschen Gesellschaft für Wertpapiersparen ein, einer Tochter der Deutschen Bank.

Zur besten Anlagegesellschaft kann diesmal die Norddeutsche Investment-Gesellschaft (Nordinvest) gekürt werden, deren Depotbank die Hamburger Vereins- und Westbank ist. Die Nordinvest-Manager verwalten den drittplazierten Aktienfonds Wekanord und erwirtschafteten ein Plus von 34,4 Prozent. Obendrein können sie darauf verweisen, daß die drei Rentenfonds mit dem höchsten Wertzuwachs allesamt aus ihrem Hause stammen. Nordcumula schaffte einen Wertzuwachs von 24,8 Prozent, bei Nordrenta beträgt das Plus 23,9 Prozent, bei Hansainternational 23,3 Prozent. kah