Für die lange Zeit notleidende deutsche Bauwirtschaft war 1988 das bislang erfolgreichste Jahr in diesem Jahrzehnt. Im vergangenen Jahr nahmen die Bauinvestitionen real um 4,5 Prozent auf 260 Milliarden Mark zu. Davon entfielen rund 45 Prozent auf den Wohnungsbau.

Auch die Bau- und Baustoffmaschinenindustrie erreichte 1988 mit einem Produktionsvolumen von acht Milliarden Mark gegenüber 7,1 Milliarden Mark im Jahr zuvor einen neuen Höchststand. Getragen wird dieser Aufschwung vor allem durch den Export: Die Ausländer bestellten 23 Prozent mehr Baumaschinen als 1987.

Spaniens Handelsbilanzdefizit hat sich im vergangenen Jahr um gut 28 Prozent auf 2,3 Billionen Peseten (36 Milliarden Mark) vergrößert. Die Milliarden stiegen um 16,7 Prozent auf sieben Billionen Peseten, die Exporte um 11,7 Prozent auf 4,7 Billionen Peseten. Die Türkei konnte dagegen ihr Handelsbilanzdefizit um 21 Prozent auf fünf Milliarden Mark senken.

Der kleine westafrikanische Staat Liberia hat – zumindest auf dem Papier – die größte Handelsflotte der Welt. Unter der bei Reedereien beliebten Billigflagge fahren 1621 Schiffe mit einer Tonnage von insgesamt gut fünfzig Millionen Bruttoregistertonnen.

Knapp 240 Millionen Flaschen Champagner – 8,9 Prozent mehr als 1987 – konnten die Weinbauern des französischen Anbaugebietes im vergangenen Jahr verkaufen. Ein gutes Drittel davon ging in den Export. Vor allem in den angelsächsischen Ländern erfreut sich der Schampus großer Beliebtheit: Die Briten tranken über zwanzig Millionen Flaschen, die Amerikaner knapp fünfzehn Millionen. Deutsche Feinschmecker entkorkten immerhin 12,3 Millionen Flaschen Champagner. ad