Wirtschaft

Vater Staat wird totgedient

Die Reform der gesetzlichen Rentenversicherung ist auf dem Weg zur ersten parlamentarischen Station. Koalition und SPD verständigten sich über die Eckdaten jener Eingriffe, die aufgrund der Bevölkerungsentwicklung unabweisbar geworden sind.

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DIE ZEIT

Mission in Kairo

Wer Zweifel hatte, ob die Sowjetunion Michail Gorbatschows weiterhin eine Weltmacht sein will oder nicht, der wird durch die Nahost-Reise des sowjetischen Außenministers eines Besseren belehrt.

Mannesmut vor Mullah-Thronen

Stellen wir uns vor: 1963, als Rolf Hochhuths Stück "Der Stellvertreter" in der Bundesrepublik uraufgeführt wurde, hätte der Papst den kritischen Autor in Acht und Bann getan, für vogelfrei erklärt und jedem ein Kopfgeld in Millionenhöhe ausgelobt, der den mißliebigen Dramatiker samt Verleger, Regisseur und Darsteller vom Leben zum Tode befördere.

Erinnerung an Königsberg

Die Geschichte, die hier berichtet wird, ist ziemlich einzigartig, und man muß hoffen, daß sie gerade darum ein vielfältiges Echo erzeugen wird.

Zeitspiegel

Während ein Senatsausschuß und das FBI noch in der Privatsphäre des designierten Verteidigungsministers John Tower herumstochern, haben sich Abgründe des Leichtsinns seitens der US-Abrüstungsdelegation in Genf aufgetan.

Worte der Woche

„Ich informiere hiermit das stolze islamische Volk der Welt, daß der Autor der .Satanischen Verse’, die gegen den Islam, gegen den Propheten und den Koran sind, sowie alle, die an der Publikation beteiligt sind und den Inhalt kennen, zum Tode verurteilt sind.

Wolfgang Ebert: Dreggers Gastmahl

Knut Heldenklau: „Wenn mich mein Gastgeber mit der Aufforderung ‚Antreten zum Kartoffelschälen!‘ in die Küche schiebt, wo mich seine Frau Gemahlin gleich vor einen Kartoffelberg setzt, muß ich leider wieder auf die spannende Schilderung seiner heldenhaften Kämpfe im Kaukasus verzichten, wo wir – laut Dregger – immer noch stünden, wären die Kameraden vom gleichen Kampfgeist beseelt gewesen wie er.

Markante Trennlinien und Aufklärung

Seit ihrem Wahlerfolg in West-Berlin haben die Republikaner innerhalb weniger Tage eine erstaunliche Karriere zurückgelegt. Die Medien im In- und Ausland haben sich auf sie gestürzt und sie zum großen politischen Ereignis gemacht.

Mundtot gemacht

Der Prozeß – welch ein Anachronismus inmitten eines Osteuropa, das die Methoden stalinistischer Herrschaft gerade ablegt. Welch ein abgefeimtes Spiel nach alter Geheimdienstmanier, in dem Provokationen erst die Atmosphäre schaffen, die dem Angeklagten zur Last gelegt werden.

Italien: Das alte Schauspiel

Pfeifkonzerte und Beifallsstürme, Umarmungen zwischen Rivalen und immer wieder Tränen der Rührung und Enttäuschung – das war das äußere Bild, das Italiens größte Partei, die Democrazia Christiana (DC) bei ihrem Kongreß geboten hat.

Nachlese: Handel als Droge

Die Firma Imhausen-Chemie sorgt für immer neue Schlagzeilen: Nach dem Libyen-Skandal beging Hans-Joachim Renner, „Seele des Betriebes“ und zweiter Geschäftsführer, einen Selbstmordversuch.

Weltbühne: Glasnost, hautnah

Der kleine Busbahnhof am südlichen Stadtrand Moskaus lag im Schein trüber Straßenlaternen. Die Menschen traten von einem Fuß auf den anderen.

Bonner Bühne: Der Kanzler schwieg

Warum debattieren Sie dann hier überhaupt?" rutschte es Helmut Kohl plötzlich heraus. Mit diesem Zwischenruf beteiligte er sich an der Debatte über die Libyen-Affäre.

Angst macht blind

Kommt die Inflation zurück? Ist sie gar schon da, weil im Januar die Verbraucherpreise kräftig stiegen und gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 2,6 Prozent höher lagen? Deutschlands Währungshüter sind jedenfalls besorgt.

Gegenwind aus Kiel

Die Landesregierung in Schleswig-Holstein will das Monopol des Stromlieferanten Schleswag brechen

Kapitalflucht: Kenntnisreich

Seit 1982, als Mexiko zahlungsunfähig wurde und damit die internationale Schuldenkrise auslöste, ist die Kreditbürde der Dritten Welt unaufhörlich gewachsen.

Euro-Brüter: Unglaublich

Es ist kaum zu glauben, daß Forschungsminister Heinz Riesenhuber selbst glaubt, was er vergangene Woche verkündete. Die Vertreter von Unternehmen und Forschungsgesellschaften aus Großbritannien, Frankreich und der Bundesrepublik hatten gerade die Verträge für die Entwicklung eines gemeinsamen Brutreaktors unterschrieben, da verkündete der Bonner Minister schon, er begrüße diesen Schritt.

Bonner Kulisse

Viele Bonner meinen, die Bundeshauptstadt ersticke über kurz oder lang am Autoverkehr. Überhaupt, so glaubt Wolfgang Obernolte, wird in Bonn eine ausgesprochen autofeindliche Politik gemacht.

Das umstrittene Angebot

Die Verhandlungen über einen neuen Manteltarifvertrag für die rund 165 000 Beschäftigten der Druckindustrie spitzen sich zu.

Ruhr-Initiative: Ein Pott voll Kohle

Mannhaft widerstand Alfred Herrhausen der Versuchung, mit großen Zahlen Eindruck zu schinden. Als er beim ersten öffentlichen Auftritt des Initiativkreises Ruhrgebiet gefragt wurde, für welche Investitionssumme und für wie viele Arbeitsplätze der Kreis gut sei, zuckte er unwissend mit den Schultern.

Rudolf Engen: Es tagt und tagt...

Immer wenn Direktionsassistent Dr. Günter P. wieder einmal von einer Tagung in die Zentrale der Europäischen Management- und Marketing-Agentur (EMMA) zurückkehrt, nimmt er sich fest vor, zu keinen Seminaren, Tagungen, Kongressen, Kolloquien, Symposien, Workshops und sonstigen Meetings mehr zu reisen; wenigstens nicht in den nächsten Monaten.

Wirtschaftsbuch: Das kann doch nicht alles gewesen sein?

An dieser These kommt niemand vorbei, der sich mit der Zukunft der Industriegesellschaft beschäftigt: „Was uns bevorsteht“, schrieb die Jaspers-Schülerin Hannah Arendt vor fast dreißig Jahren in ihrem großen Werk „Vita activa oder vom tätigen Leben“ Anfang der sechziger Jahre, „ist die Aussicht auf eine Arbeitsgesellschaft, der die Arbeit ausgegangen ist, also die einzige Tätigkeit, auf die sie sich noch versteht.

Fernsehen mit Schlitten

Großer Beliebtheit erfreut sich das neue Moskauer Fernsehmagazin "Guten Tag, Doktor!". Es vermittelt in lockerer Form Aufklärung über Gesundheitsfürsorge und Krankheitsvorbeugung.

Experiment im Kraftwerk

ZEIT: Herr Minister, es gibt wieder einmal Streit um das Steinkohlekraftwerk Ibbenbüren. Die CDU im Lande beklagt eine Ausnahmeregelung, die einen Stickoxidausstoß von 600 statt der zulässigen 200 Milligramm je Kubikmeter erlaubt und sieht darin einen Beweis für die Unglaubwürdigkeit der nordrhein-westfälischen Umweltpolitik.

AUTOSELLER

Die vielen Plusraten in der Tabelle täuschen etwas. Zwar kommen hierzulande im Januar 23,5 Prozent mehr Personenwagen neu in den Verkehr als im selben Monat vor einem Jahr.

ZEITRAFFER

Hessen hat 1988 erneut das stärkste Wirtschaftswachstum aller Bundesländer erzielt. Das hessische Bruttoinlandsprodukt wuchs im vergangenen Jahr um real 4,4 Prozent auf 216 Milliarden Mark.

MANAGER UND MÄRKTE

Die Woche der Entscheidung? An diesem Freitag beraten die Gläubigerbanken – fast 150 – über das Schicksal des Handelsschuldeten Frankfurter Handelskonzerns co op.

Die verkannten Helfer

Wenn an bundesdeutschen Stammtischen das Thema Ausländer hochkocht, ist das Feindbild meist schnell gezeichnet. Die Fremden schmarotzen am deutschen Sozialsystem und, schlimmer noch, stehlen den Einheimischen die Arbeitsplatze.

Binnenmarkt: Angst vor Europa

Das Szenario liest sich stellenweise wie der Aufbruch der Menschheit ins Paradies: Wenn an Silvester 1992 tatsächlich alle Schlagbäume zwischen den Mitgliedsländern der Europäischen Gemeinschaft fallen, bedeutet das für die EG rund 200 Milliarden Ecu (420 Milliarden Mark) weniger Ausgaben, dazu ein Wirtschaftswachstum von 4,5 Prozent und zwei Millionen neuer Arbeitsplätze.

Dänemark: Reise ins Glück

Eilif Krogager, Pastor emeritus und Eigentümer des dänischen Tourismus-Konzerns Tjaereborg-Reisen, hatte zur Pressekonferenz ins Hinterzimmer von „Blichers Krug“ im heimischen Tjaereborg geladen.

Der Preis: Deutsche Wünsche

Seit 30 Jahren wird an Konstanzer Schülerinnen und Schüler für die beste Abiturarbeit im Fach Deutsch der Wilhelm-von-Scholz-Preis verliehen.

Die Kunst: Einsame Spitze

Mit der Hamburger Kunsthochschule hat er schlechte Erfahrungen gemacht. Gerade deshalb will der 35jährige Stefan Kayser ihr Präsident werden.

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