Ein Leukämie erregendes Virus breitet sich mit Besorgnis erregender Geschwindigkeit unter Fixern aus. Wie die New York Times berichtet, wurde das Humane T Zell Leukämie Virus, HTLV II, ein enger Verwandter des Aidsvirus, bei etwa jedem fünften Drogenabhängigen in New Orleans und bei rund 20 Prozent einer Gruppe aidskranker Fixer in New York entdeckt. Von einer anderen großen Gruppe New Yorker Drogenabhängiger war jeder zehnte bis zwanzigste infiziert. Bisher galt HTLV II, das vermutlich die Haarzell Leukämie verursacht, als extrem selten, Ein anderer Verwandter, HTLV I, ist vor allem in Japan und in der Karibik verbreitet. Dieses Virus ruft ebenfalls Leukämie hervor sowie eine langsam fortschreitende Nervenkrankheit mit ähnlichem Verlauf wie die multiple Sklerose. HTLV II wurde auch bei drei bis fünf Prozent der intravenös Drogenabhängigen in London festgestellt. Da hierbei jedoch ein weniger empfindlicher Test benutzt wurde als die jetzt in den USA angewandte Methode der Gen Amplifikation, dürfte die Rate der Infizierten in London eher höher liegen. In den USA werden Blutspenden seit 1988 auf HTLV I untersucht. Der Test spricht auch auf HTLV II an. HST "Sage mir, was Du ißt, und ich sage Dir, wer Du bist", schrieb Anthelme Brillat Savarin 1825 in seiner "Physiologie des Geschmacks". Er kannte und Mexiko lebende Motte.

Ihre Larven schlüpfen im Frühling und im Sommer. Die Frühlingskinder fressen die Blütenkätzchen der Eiche, die Sommerbrut muß mit den ledrigen Eichenblättern vorlieb nehmen. Sehen die Erst- und Zweitgeborenen zunächst völlig gleich aus, so tritt doch nach einiger Zeit eine Veränderung ein: die Blütenfresser ahmen ihre Nahrung fast perfekt nach, die Blätterfresser sehen aus wie kleine Zweige. So schützen sich beide davor, von Vögeln aufgepickt zu werden; außerdem sind die Kauwerkzeuge jeder Mottenbrut ihrer speziellen Nahrung angepaßt.

Erick Greene, Biologe an der Princeton University (USA), hat diese Mimikry entdeckt und wollte auch wissen, wie sie zustande kommt. In lingsbrut sich ebenfalls als Zweig darstellt, wenn sie Blätter anstelle von Frühlingsblüten frißt. Der Stoff in der Nahrung, der die unterschiedliche Entwicklung auslöst, ist Tannin, eine Gerbsäure. Blüten enthalten wenig, Blätter dagegen viel Tannin. Raupen, die Blüten mit künstlich erhöhtem Tanningehalt fraßen, sahen bald wie kleine Zweige Unbekannt ist, welches Tannin die polymorphe Entwicklung auslöst und wie die Steuerung in der Raupe funktioniert. Greene vermutet, daß Signale der Tannin Rezeptoren den Hormonspiegel der Larven beeinflussen und daß Hormone wiederum den Ablauf des genetisch fixierten Programms modifizieren. GvR Einen Pulsar, dessen Rotationsgeschwindigkeit allmählich zuzunehmen scheint, haben amerikanische Astronomen entdeckt. Pulsare sind Sterne aus besonders dichter Masse, die regelmäßig flakkernde Radiosignale aussenden. Es wird angenommen, daß die Signalquelle eines Pulsars wie die eines Leuchtmrmes rotiert. Die Rotationsgeschwindigkeit nimmt normalerweise ab, weil die Sterne kinetische Energie durch Strahlung verlieren. In Nature (9. 2. 89) vermuten die Astronomen, die zunehmende Rotationsgeschwindigkeit des Sterns sei eine Täuschung; sie könnte Zustandekommen, weil sich der Pulsar mit wachsender Geschwindigkeit auf seine irdischen Beobachter zubewegt, so daß sich die Impulsfolge zu verkürzen scheint. Der neuentdeckte Neutronenstern hat jedenfalls keinen Nachbarn, von dem er vielleicht einen zusätzlichen Drehimpuls beziehen könnte.