Eintrittskarten für Museen und Schlösser reißen zuweilen ein ordentliches Loch ins Urlaubsbudget. Aufmerksame Großbritannienurlauber können sparen: Eine ganze Reihe Sehenswürdigkeiten steht Besuchern kostenfrei offen.

Wer beispielsweise während der Ferien im schottischen Hochland weit, kann in Achiltibuie das Smokehouse, das Räucherhaus, besichtigen ohne einen Penny dafür zu bezaHen. Die neugierigen Touristen dürfen zusehen, wie Fleisch zum Räuchern vorbereitet wird. Ohne Preis viel Fleiß: In der Fabrik Axminster Carpet Ltd. in Gamberland/Devon verfolgen Touristen die Herstellung der berühmten Axminster-Teppiche.

Vorneimlich deutschen Ursprungs ist das, was man in den Biddenden Vineyards in Kent zu sehen (und zu schmecken) bekommt, wo Wein produziert wird. Besucher brauchen nichts zu zahlen, wenn sie sich in den Weinbergen umsehen. Um härtere Sachen geht es bei der eintrittsfreien Besichtigung einer der größten schottischen Whiskybrennereien, John Walker & Sons, in Kilmarnock. Völlig abstinent muß man nicht sein, will man ein Angebot des walisischen Bades LLandrindod Wells in Anspruch nehmen: Im Rock Park Spa kann man sich im Pumpraum aus drei Quellen umsonst betrinken.

Jede Menge Eintrittsgelder sparen können Touristen natürlich auch in London: beim Besuch der Versicherungsfirma Lloyd’s of London beispielsweise, der Börse, St. Paul’s Cathedral, der Houses of Parliament, Westminster Cathedral und der Tate Gallery.

Nüchterne Industriegeschichte wird Besuchern kostenlos im Industrial Museum in Nottingham nahegebracht, romantisch wird’s dagegen in Nuneham Courtenay/Oxfordshire: Hunderttausende von Rosen, die in John Mattocks Rosenzucht blühen, können von sparsamen Besuchern bestaunt werden.

Das Asyl für Esel, The Donkey Sanctuary, im Seebad Sidmouth/Devon gewährt Besuchern freien Eintritt, ebenso das Museum in Jerome K. Jeromes Geburtshaus in Walsall/Midlands und das Paperweight Centre in Yelverton/Devon, wo Hunderte von schönen Papiergewichten nicht nur ausgestellt, sondern auch verkauft werden.

Eine Zusammenstellung von rund tausend britischen Sehenswürdigkeiten, für deren Besichtigung kein Eintrittsgeld verlangt wird, enthält das Buch „Britain for free“. Hier hört’s mit der Sparsamkeit aber auf, denn man muß bei der Bestellung im British Bookshop (Bogenstraße 17, 6000 Frankfurt 1) immerhin 19 Mark dafür hinblättern. Hella Leißner