Für die rund einhunderttausend Beschäftigten der papierverarbeitenden Industrie erhöhen sich die Einkommen rückwirkend zum 1. Februar sowie zum 1. Februar 1990 jeweils um 3,5 Prozent. Die Wochenarbeitszeit soll nach dem am Dienstag dieser Woche erzielten Tarifabschluß vom 1. November diesen Jahres an um eine Stunde auf 37,5 Stunden und ein Jahr später um eine weitere halbe Stunde auf 37 Stunden verkürzt werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages endet am 31. Januar 1991.

Die deutschen Bauern haben Nachwuchssorgen. Von den 466 900 landwirtschaftlichen Betrieben mit über 45jährigen Betriebsinhabern haben 123 000 keinen Hofnachfolger. Aber auch jene älteren Landwirte denken ans Aufgeben, die ihren Betrieb an einen Erben übergeben könnten: Nur wenig mehr als die Hälfte dieser Bauern wollen ihren Hof ohne Einschränkungen weiter bewirtschaften.

Im Wohnungsbau wird wieder mehr investiert. Über 31 Milliarden Mark zahlten die deutschen Sparkassen im vergangenen Jahr an Baudarlehen aus; das entspricht einem Zuwachs von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Hypothekenzusagen der Sparkassen stiegen auf eine neue Rekordhöhe: Die Summe von mehr als 33 Milliarden Mark lag um neun Prozent höher als 1987. Die Zahl der Baugenehmigungen war im vergangenen Jahr um 12,3 Prozent gestiegen.

Nach vorläufigen Berechnungen des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (Gatt) wuchs das Volumen des Welthandels im vergangenen Jahr um 8,5 Prozent (1987: 5,5 Prozent). Der Wert des internationalen Warenhandels stieg wegen der Preissteigerungen und des Kursverlustes des Dollars sogar um vierzehn Prozent auf 2,84 Billionen Dollar. Größte Exportnation bleibt die Bundesrepublik mit einem Anteil von 11,5 Prozent, gefolgt von den Vereinigten Staaten (11,4 Prozent) und Japan (9,3 Prozent). Bei den Einfuhren liegen die USA mit einem Anteil von 15,5 Prozent unangefochten auf Platz eins. ad