Als ob die CDU im Augenblick keine größeren Sorgen hätte, macht sie sich welche – um die Großschreibung. Und das ausgerechnet in Hessen! Ministerpräsident Wallmann hat beim Bundesinnenminister nachgefragt, ob das Mannheimer Institut für Deutsche Sprache wohl berechtigt sei, Absprachen mit der DDR, der Schweiz und Osterreich zu treffen. Der Mann kann getröstet werden, wenigstens darüber. Erstens würden „die Grünen“ auch in der gemäßigten Kleinschreibung groß bleiben. Zweitens wären „die rechtsradikalen“ auch sprachlich ein Problemfall, weil noch ungeklärt ist, ob sie wie der Hamburger Hauptbahnhof das Recht auf einen Eigennamen geltend machen können. Drittens sehen wir keinerlei Anzeichen dafür, daß in den anderen deutschsprachigen Ländern plötzlich eine Begeisterung ausgebrochen wäre für die Kleinschreibung. Viertens bleibt die Zuständigkeit beim Bundesinnenminister. Und fünftens kann der CDU gar nichts passieren. Sie wird immer groß bleiben; jedenfalls in der Orthographie. Leo