5,5 mal 6,0 Zentimeter groß sind die „kleinsten Reiseführer der Welt“, die der Compact Verlag in München für 3,50 Mark herausgibt. In dieser Mini-Reihe sind unter anderem bereits erschienen: Amsterdam, Athen, Berlin, Frankfurt, Hongkong, Istanbul, London, München, New York, Paris, Venedig und Rom. Zwar sind diese Städteführer selbst für Hosentaschen nicht zu schwer, um so gewichtiger fallen jedoch die bis zu 3000 alphabetisch gegliederten Informationen aus, für einen Kurztrip durchaus genügend.

Was ist drambuie? Oder pelican crossing? Darüber und über unzählige andere Ausdrücke der englischen Sprache, die einem kaum je in der Schule beigebracht werden, klärt das „Kleine England Lexikon“ aus der Beck’schen Reihe „Aktuelle Länderkunden“ (19,80 Mark) auf. Diesem spannenden Nachschlagewerk von Paul Fischer und Geoffrey P. Burwell sind Karten und Übersichten angehängt, unter anderem auch der Stammbaum der Royal Family.

Die Sowjetunion bereiste Elke Vesper zusammen mit ihrem Lebensgefährten: Rund 10 000 Kilometer haben sie im Wohnmobil durch die westliche UdSSR, von den Karpaten über die Krim bis zur russisch-finnischen Grenze, hinter sich gebracht. Das Ergebnis dieser Fahrt auf eigene Faust ist die sehr persönlich geschriebene Reiseschilderung „Vom Schwarzen Meer bis Leningrad“ (Galgenberg, Hamburg 1988; 220 Seiten, davon 20 Seiten praktische Reisetips; 29,80 Mark). Man merkt dem Text an, daß die russischsprechende Autorin der Bevölkerung sehr viel Sympathie und Verständnis entgegenbringt. Ein empfehlenswertes Buch für all diejenigen, die gern mehr über das alltägliche Leben in der Sowjetunion wissen wollen, als aus Nachrichtensendungen zu erfahren ist.

Restaurants mit Vollwertküche in Deutschland, Osterreich und in der Schweiz haben Elvira und Thomas Dopp in dem Führer „Gesund speisen auf Reisen 1989/90“ (16,80 Mark) aufgelistet, der im Lichtwald Verlag/Oldenburg erschienen ist. Informiert werden die Leser unter anderem über das Speiseangebot sowie über die Preise in den aufgeführten Häusern, aber auch über deren Ausstattung und die nähere Umgebung.

In dem „USA-Handbuch“, das kürzlich in 2. Auflage beim Verlag Gisela E. Walther/Bremen (in der Übersetzung der Verlegerin) erschienen ist, beschreibt der Herausgeber David Stone unter anderem auch einmal unbekanntere, deshalb aber nicht weniger interessante Regionen und Städte, die normalerweise in USA-Reiseführern höchstens in Nebensätzen abgehakt werden. Der Infoteil samt Überblick über Geschichte und Kultur nimmt von 767 Seiten nur 62 ein, ist aber für die Reiseplanung ausreichend. Einzig bei den Karten wurde gespart: USA-Touristen sollten sich vor der Abreise tunlichst mit ordentlichem Kartenmaterial versorgen. Das Buch ist für 44,80 Mark im Buchhandel zu haben.