Für USA-Urlauber gibt es jetzt wieder begrenzte Möglichkeiten, kostenlos an Informationsbroschüren zu kommen. Dafür ist die Zeit der Super-Sonderangebote in Amerika vorbei.

Eine Finanzspritze von zwei Millionen Dollar, von denen einige für die Vertretung in Deutschland abfallen, macht es möglich: Das US-Fremdenverkehrsamt (USTTA) in Frankfurt (Bethmannstraße 56, Tel. 069/29 52 12) öffnet zum 1. April 1989 wieder seine Pforten für den Publikumsverkehr und hat nun auch wieder begonnen, kostenlos Prospekte zu verschicken. Mangels Finanzen war dieser für Fremdenverkehrsämter selbstverständliche Service vorübergehend eingestellt worden. Ob der Vorrat an Broschüren allerdings der Nachfrage gewachsen sein wird, bleibt abzuwarten.

Denn nach wie vor ist das Interesse der Bundesbürger am Fernziel USA groß, wenn auch die hohen Steigerungsraten der vergangenen Jahre nicht mehr erwartet werden. Innerhalb von drei Jahren hat sich die Zahl der deutschen USA-Besucher fast verdoppelt und 1988 knapp 1,2 Millionen erreicht. Für 1989, das signalisieren auch die Reiseveranstalter, wird wie bei vielen anderen Zielen mit einer Stagnation oder einem sehr geringen Zuwachs gerechnet.

Solange der Dollar unter zwei Mark liegt, bleiben die USA ein für deutsche Touristen preisgünstiges Urlaubsland. Die Zeit der großen Schnäppchen jedoch ist vorbei. Sich in Deutschland ein Billigticket für den Nordatlantik zu besorgen und dann in den Staaten auf billige Sonderangebote zu spekulieren, kann vor allem in den Hochsaisonmonaten daneben gehen. Denn im inneramerikanischen Flugverkehr haben die Preise angezogen. Auf vielen Routen gelten inzwischen Tarife, die über denen für vergleichbare Strecken in Europa liegen.

Da ist es um einiges sicherer, bereits in Deutschland die Flugscheine zu einem Visit-USA- oder Rundreisetarif zu kaufen, der von allen Fluggesellschaften angeboten wird und bei dem der Coupon für eine Strecke von 85 Mark an (bei Continental, Tel. 069/75 74 75) zu erhalten ist.

Standby-Pässe, mit denen man einen oder zwei Monate, lang unbegrenzt ohne feste Reservierung fliegen kann, gibt es bei Delta Air Lines (Tel. 0130/25 26) von 739 Mark an, bei Northwest Airlines (Tel. 0130/94 00) für 399 Dollar. Flexible Urlauber, denen es nichts ausmacht, bei ausgebuchten Flügen stehenzubleiben, können so für wenig Geld das riesige Land von Küste zu Küste kennenlernen.

In einigen Fällen sind diese inneramerikanischen Sondertarife an die Benutzung einer bestimmten Gesellschaft für den Transatlantikflug gebunden. Die Anbieter wie United Airlines (Tel. 0130/66 16), die als einzige Gesellschaft alle 50 Bundesstaaten bedient, USAir/Piedmont (Tel. 0130/33 75), PanAm (Tel. 069/25 65 31), TWA (Tel. 069/77 06 01) oder American Airlines (Tel 0130/41 14) geben darüber Auskunft.