Alles verbrennen

„Eins muß ich jetzt unbedingt loswerden“, schrieb ein Dirk aus Mülheim an der Ruhr an die taz:

„Schon seit Jahren fühle ich mich in Herz und Verstand zutiefst beleidigt durch ein Werk, das als Bibel bekannt ist. Alle befreundeten Atheisten und ich sehen unsere innersten Gefühle verletzt durch die dort geäußerten Ideen fehlgeleiteter Geister. Und haben wir vielleicht aufgefordert, das Buch und seine Drucker, Händler, Verleger (Autoren geht ja nicht mehr) zu verbrennen? Na bitte!

Ach so: Man könnte vernünftigerweise dies Buch doch zurückziehen und vom Markt verschwinden lassen, um uns fundamentalen Atheisten nicht die Möglichkeit zu Aufständen, Gemetzel und Morden zu geben.

Na, wenn das so ist, dann verbrennt doch den Koran gleich mit, ich hab ihn zwar nicht gelesen, soll’n aber ganz fürchterliche Dinge drinstehen (haben mir die Atheisten gesagt). Ach, und wenn wir schon dabei sind: Ich fand die letzten Werke von Márquez, Allende und Kunden eigentlich auch eine Beleidigung des guten Geschmacks. Brennt, Scheiterhaufen brennt. In der taz standen letztens auch Dinge, die haben mir überhaupt nicht gepaßt. Seht euch vor, Redakteurinnen, die Streichhölzer sind schon gekauft.“

„Als Höhepunkt“, schlagt Dirk vor, „verbrennen wir diesen Leserbrief, der so viele Gefühle verletzt.“

An Pommes gescheitert

Nachzutragen ist noch ein böses Scheitern, das sich in der Gaststätte „Imbiß-Eck“ in Hamdorf, Kreis, Rendsburg-Eckernförde, am letzten Februar-Freitag kurz vor 20 Uhr zutrug. Wie die Norddeutsche Rundschau berichtet, hatte der 21jährige Stephan Jürgensen seit Dienstag versucht, den Weltrekord im Dauerflippern (105 Stunden) einzustellen. Doch waren 24 Stunden vor dem Ziel seine Waden „steinhart und geschwollen“, einen „Blutstau“ diagnostizierte der herbeigerufene Arzt. Der Imbiß-Wirt, „natürlich enttäuscht“, sah Fehler auch bei sich: „Currywurst und Pommes ist nicht das richtige, wenn man lange fit bleiben will.“ Allen Weltrekordlern sei’s gesagt.