Wissen

Widerstand ohne Wenn und Aber

V erzweifelt suchten die Freunde nach dem Tagebuch des Kapitäns; unter keinen Umständen durfte es seinen Häschern in die Hände fallen.

Es betrifft uns alle

Eigentlich ist es als Lehrund Handbuch für Ärzte gedacht. Aber es geht uns alle an, was der Münchner Arzt Hans Jäger und seine Mitarbeiter aus dem „AIDS Hospiz" in München Schwabing über „Aids und HIV Infektionen" berichten.

Wie ein Planet entsteht

James Ussher, Erzbischof aus Armagh in Irland, und seine Mitrechner lagen 1654 mit ihren Bibelinterpretationen eindeutig falsch: Am 26. Oktober 4004 v Chr um neun Uhr morgens ist die Welt nicht erschaffen worden.

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DIE ZEIT

Stückwerk

Einige Sätze in einer Loseblattsammlung, unter der Verantwortung des Generalinspekteurs der Bundeswehr als „internes Informationsmittel“ der Streitkräfte erstellt, erregen manche Gemüter.

Nötigung

Doch wie könnte sich der Rechtsstaat auf eine solche Nötigung einlassen? Dies müßte wie das Anerkenntnis wirken, er habe den Verurteilten bisher Unrecht getan: durch Unterbindung menschlicher Kontakte zur Außenwelt.

Ampel auf Rot

Beschwörend appellierte Michail Gorbatschow an das ZK-Plenum, die Bauern beim neuen Pachtwesen nicht im Stich zu lassen – "sonst gehen wir alle vor dem Volk bankrott".

Ostern in Jerusalem: Die Feindbilder lösen sich auf

Spätabends, in der Lobby des Hilton Jerusalem, wurde über Klassenunterschiede diskutiert. Präsident Herzog hatte prominente Teilnehmer der „Konferenz für jüdische Solidarität mit Israel“ zu einem Empfang in seine Residenz geladen, alle übrigen Konferenzgäste konnten als Zuschauer der Abendnachrichten im Fernsehen der Party beiwohnen.

Worte der Woche

„Der Kollege Lambsdorff hat eben gerade gesagt, daß selbstverständlich die FDP bei einem guten Koalitionsklima, wie wir es haben, wenn wir pfleglich miteinander untergehen – miteinander umgehen, entsprechend bereit ist zu sagen, laß uns hier zusammenwirken.

Zeitspiegel

Im Netz der deutschen Postordnung verfing sich das bayerische evangelische Missionswerk. Den Protestanten in Neuendettelsau, die auf ihre Briefumschläge die Aufforderung „Das Evangelium mit andern teilen“ stempeln wollten, erteilte die Oberpostdirektion Nürnberg eine Abfuhr.

Ein Land, das auf die Zukunft baut

Eine internationale Truppe soll den Übergang des ehemaligen Deutsch-Südwest in einen selbständigen Staat sichern

Ben Witter: Angetippt

Wolfgang B. und Frau Helga, er 51, sie 46, der Sohn 15 und die Tochter zwölf, bilden eine Familie in erster Ehe ohne Zweitwagen und psychologische Beratung durch Illustriertentips oder Taschenbücher.

Richterwahl in Schleswig-Holstein: Abschied von der schwarzen Praxis

Nördlich der Elbe tut sich offenbar Schlimmes: Die sozialdemokratische Landesregierung in Schleswig-Holstein scheint für den Jahrestag ihrer Machtübernahme im Mai einen kalten Staatsstreich vorzubereiten: Sie will die rechtssprechende Gewalt unter ihre Botmäßigkeit zwingen.

Abschied von alten Rezepten

Links, wo das Herz schlagt, ist auch die neue Haut, die sich Italiens Kommunisten zugelegt haben, merklich dünn. Da trat ihr Generalsekretär Achille Occhetto am vergangenen Wochenende im blutrot drapierten Sportpalast von Rom vor die tausend Delegierten des Parteitags und verkündete, daß „die alten Rezepte nicht mehr gültig sind“.

Weltbühne: Ein Volkfest für Boris

Keiner aus der heutigen Kreml-Führung war erschienen – doch Lenin, über sein Rednerpult gebeugt, stand unmittelbar daneben. Was sich vor seinem Relief am gewaltigen Säulenbau des Moskauer Stadtrats abspielte, hatten die Generationen nach ihm in der Sowjetmetropole noch nie erlebt.

Vereinigte Staaten: Zweierlei Maß

Präsident Bush hat zwei empfindliche Lücken in seiner Administration geschlossen, im Pentagon und im Außenministerium. Und er kann sich klammheimlich wundern über die wechselhaften Maßstäbe des Senats.

El Salvador: Blutige Wahl

Bei den Präsidentschafts wählen in El Salvador hat der Kandidat der Rechten, Alfredo Cristiani, gewonnen. Nach Zählung seiner Alianza Republicana Nacionalista (Arena) errang er mit gut 54 Prozent die absolute Mehrheit.

Mitgehört...: Anruf bei „Emma“

Fünfzehn Monate hatte Maria Lichtenhagen auf ihr Verfahren warten müssen. Entnervt von der Anklage, zermürbt vom Gedanken an den ungewissen Ausgang war sie vor Beginn des Prozesses fast am Ende.

Verstrickt im Datennetz

Ort und Zeit waren gut gewählt. Der Bundeskanzler erschien auf der diesjährigen großen Computerschau Cebit höchstpersönlich, um der Ankündigung seines Postministers das nötige Gewicht zu verleihen.

Die digitale Schnellstraße

Als es 1881 das erste Telephonbuch gab, wurde dieses „Verzeichnis bei der Fernsprecheinrichtung Betheiligten“ als das Buch der 99 Narren bezeichnet.

Zu spät geschaltet

Was in Japan und in den Vereinigten Staaten längst vorgeschrieben ist, scheint sich nun auch in Europa durchzusetzen. Der jahrzehntelange Widerstand der europäischen Autoindustrie gegen strenge Abgasnormen bröckelt.

Klaus-Peter Schmid:: Aus dem leeren geschöpft

Der Kassensturz – als Erfolgsmeldung: Wie in der Koalitionsvereinbarung vom Februar 1987 vorgesehen, sondierten die Bonner Regierungsparteien den Spielraum für Leistungsgesetze in der zweiten Hälfte dieser Legislaturperiode.

Bonner Kulisse

Für die Studenten ist es sicher eine gute Sache, was Bildungsminister Jürgen Möllemann bei den jüngsten Koalitionsgesprächen durchsetzen konnte: Künftig wird die Studienförderung nach dem Bafög nicht mehr in voller Höhe als Darlehen gegeben, sondern zur Hälfte als Zuschuß.

Vietnam: Der Traum vom Tiger

Die Kellnerin des kleinen Restaurants in Hanoi hat ihr Portemonnaie gegen einen Korb ausgetauscht, den sie beim Kassieren von Tisch zu Tisch trägt.

Tod eines Hauptkassierers

In den Abendstunden des 11. November 1987 fand die Kriminalpolizei Rosenheim an der Bahnstrecke nach München eine unbekannte männliche Leiche.

Ökologie: Aus Eigennutz mehr Umweltschutz

Ein Widerspruch unserer Gesellschaft wird zunehmend deutlich: Einerseits hat es keine Generation vor uns gegeben, die in solchem Wohlstand und Reichtum gelebt hat, wie wir dies heute können.

Bank und Börse: Abkehr vom Zweiklassenrecht

Zu den besonders arg gebeutelten Opfern des Börsenkrachs gehörten 1987 die Besitzer von Schweizer Partizipationsscheinen, deren Kurse damals zum Teil um über fünfzig Prozent an Wert verloren.

Markt-Report: Zweifel am Anstieg

Der deutsche Aktienmarkt steht im Spannungsfeld zunehmender Inflationsängste und ausgezeichneten Wirtschaftsdaten. Beide Kräfte halten die Kurse noch weitgehend im Gleichgewicht.

Zeit und Geld: Die Dresdner macht den Anfang

Das Urteil des Bundesgerichtshofes zur Buchungspraxis der Kreditinstitute zeigt weitreichende Wirkung. Die Dresdner Bank, das zweitgrößte Geldhaus in der Bundesrepublik, geht vom 1.

MANAGER UND MÄRKTE

Die desolate Lage des Handelskonzerns co op, der seit Beginn der sechziger Jahre stets Gewinne in seinen Bilanzen auswies, ohne jedoch solche erwirtschaftet zu haben, ist offenbar nicht allein den Machenschaften des inzwischen gefeuerten Vorstandes zuzuschreiben.

ZEITRAFFER

Vor dem Hintergrund ihrer seit 1981 verdoppelten Gewinne und angesichts ausgeschöpfter Kapazitäten haben die deutschen Unternehmer die Investitionen im vergangenen Jahr kräftig ausgeweitet: auf 264 Milliarden Mark (1987: 237 Milliarden Mark).

LÄNDER IM VERGLEICH

Kein Volk ist so reiselustig wie das der Bundesrepublik. Doch längst nicht alle Westdeutschen zieht es in die Sonnenzonen des Kontinents.

Trümpfe gehen verloren

ZEIT: Die Bundesregierung will die Vorschriften für den Export sensibler Güter verschärfen, die Kontrollen effektiver machen und die Strafen für Verstöße erhöhen.

Flughafen München: Ein teures Chaos

Die Idee entstand schon Anfang der sechziger Jahre und war die Folge einer schrecklichen Katastrophe. Weil ein auf dem Münchner Flughafen Riem gestartetes britisches Verkehrsflugzeug mitten in der City der bayerischen Landeshauptstadt einen Kirchturm gestreift hatte, auf eine verkehrsreiche Kreuzung gestürzt und explodiert war, begannen die Politiker in Rathaus und Landtag sogleich mit der Suche nach einem Ersatz für ihren in unmittelbarer Stadtnahe liegenden Flughafen.

Zeitliches aus der Provinz: Anschauen kostet nichts

Im Märchen haben, wie man weiß, alle Dinge ein Leben, eine Seele, eine eigene Persönlichkeit. Auch die alten Häuser, wie der Märchendichter Hans Christian Andersen in einer schönen Geschichte so mitfühlsam schildert: „Das war so recht ein Haus zum Anschauen.

Subventionen für die Sonne

Paul Gipe hätte gern auch noch sein letztes Hemd hergegeben, aber der Absatz seiner blauen T-Shirts an eine deutsche Journalistengruppe war eher schleppend – trotz des originellen Aufdrucks: Da war neben dem Städtenamen Rom der Petersdom zu sehen, neben Paris der Eiffelturm.

Die Krankenhäuser sind in der Finanzklemme. Neue medizinische Möglichkeiten treiben die Kosten. Zugleich herrscht der Pflegenotstand, weil kein Geld für Krankenschwestern da ist. Ein Chefarzt fordert deshalb die Politiker auf, eine Entscheidung zu fällen zwischen Kostendämpfung und guter Krankenversorgung.: Kein Geld mehr für das Leben?

Der Fortschritt in der Medizin hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren in unvorhersehbarem Umfang beschleunigt und eine große Zahl von neuen und aufwendigen Behandlungsmethoden hervorgebracht, zum Beispiel die Herz- und Gefäßoperationen, die künstliche Niere, den Herzschrittmacher, die Transplantation von Niere, Herz, Leber und Knochenmark.

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