Nein, diese ikonographische Studie über Katzendarstellungen ist ganz und gar nicht für Kinder veröffentlicht worden.

Und gerade deshalb ist sie so vorzüglich geeignet. Denn auf amüsante und lustvolle Weise gibt sie an einem anmutigen Motiv unerfahrenen Betrachtern einen Begriff von Kunst. Alles pädagogisch Aufgemöbelte fehlt in den Anmerkungen. Zwei renommierte französische Kunsthistoriker zeigen in chronologischer Reihenfolge aus fünf Jahrhunderten Darstellungen von Katzen. Schlafenden, schnurrenden, springenden, lauernden, zornigen, dösenden Katzen. Zu jedem Bild, zu jedem Künstler geben sie Daten, knappe Anmerkungen, Fragen, Verweise und Vergleiche. Ein Motiv und hundert Maler: Ghirlandaio, Breughel, Velazquez, Chardin, Fragonard, Signac, Leger, Matisse, Klee. Katzen, Katzen, Katzen. In Trauer, Anmut, Meditation oder wütendem Angriff. Kunst braucht Kenntnisse. Wer diese mehr als zweihundert Bilder aufmerksam sehen lernt, hat viel begriffen: von Künsten und Katzen. aus dem Französischen von Werner Meyer und Brigitte Weitbrecht; Verlag Klett Cotta, Stuttgart; 224 S, 148 - DM