Vor dem Hintergrund ihrer seit 1981 verdoppelten Gewinne und angesichts ausgeschöpfter Kapazitäten haben die deutschen Unternehmer die Investitionen im vergangenen Jahr kräftig ausgeweitet: auf 264 Milliarden Mark (1987: 237 Milliarden Mark). Damit wurden die Unternehmensinvestitionen zu einer wichtigen Stütze der guten Konjunktur. Die Ertragslage der Unternehmen verbesserte sich im zweiten Halbjahr 1988 um neun Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ihr Anteil am Volkseinkommen erreichte 26,5 Prozent – ein zuletzt Anfang der siebziger Jahre erreichtes Verhältnis.

Das bundesdeutsche Handwerk konnte seinen Umsatz 1988 um 5,4 Prozent auf 371 Milliarden Mark steigern. Besonders ausgeprägt war das Wachstum im Bau- und Ausbaugewerbe (plus 6,3 Prozent) sowie im Holzgewerbe (plus 6,1 Prozent). Die drohende Gesundheitsreform bescherte den Optikern eine Umsatzsteigerung um 17,2 Prozent und den Zahntechnikern um 46,8 Prozent.

Auf ausgesprochen elegante Art wollen die Hersteller von Feinschnittabak eine kräftige Preiserhöhung durchsetzen: Der Verkaufspreis soll unverändert bleiben, dafür wird der Inhalt der Packungen von fünfzig auf vierzig Gramm reduziert. Für die Raucher selbstgedrehter Zigaretten verteuert sich ihre Sucht damit um 25 Prozent.

Zum ersten Mal seit 1980 ist die Arbeitslosenquote in Großbritannien wieder unter sieben Prozent gefallen. Im Februar sank die saisonal bereinigte Quote auf 6,8 Prozent, das entspricht einer Zahl von rund zwei Millionen Beschäftigungslosen. Seit 31 Monaten ist das Heer der Arbeitslosen kontinuierlich geschrumpft.

In Japan ist das Bruttosozialprodukt im vergangenen Jahr real um 5,7 Prozent gewachsen. Das war die höchste Steigerungsrate der zurückliegenden fünfzehn Jahre. Die Unternehmensgewinne erreichten einen neuen Höchststand. Eine Umfrage bei rund eintausend japanischen Unternehmen ergab einen Gesamtgewinn von umgerechnet 127 Milliarden Mark. ad