Vereinzelt dürfen sich südkoreanische Firmen selbst im Hochtechnologie-Bereich schon zur Weltspitze zählen: Siemens-Manager seien voller Unglauben gewesen, als man ihnen Computer-Hardware vorgestellt habe, berichtet Tae-Il-Vizepräsident Lee Hee Hwan. Der Mittelbetrieb in Banwol nahe Seoul ist eines der wenigen Unternehmen in Südkorea, die den Sprung in die Technik-Oberklasse aus eigener Kraft und ohne ausländische Hilfe schafften. Jetzt konkurriert er nur mit einem Dutzend Firmen in den USA und Japan. "Der Himmel setzt die Grenzen", antwortet Lee auf die Frage, welches Umsatzziel man für die nächsten Jahre anvisiere.

Koreanischer Größenwahn? "Dieses Land", meint der Präsident der deutschen Industrie- und Handelskammer in Seoul, Dieter Kerrut, "muß das Rad ja nicht noch einmal erfinden. Es genügt schon, ein etwas besser geschmiertes Rad anzubieten." Noch arbeiten in der Taedok Science Town vor allem Baukolonnen, haben sich neben ein paar staatlichen erst zwei private Forschungsinstitute in der Zukunftsstadt angesiedelt. Aber wie lautet das Motto im Fahrstuhl der Hyundai-Konzernzentrale? "Sometimes the only thing to say is: do it", steht dort: "Manchmal muß man einfach sagen: Fang an!"