Beteiligung nach Verkauf

Auch wer sich trotz allem vom Familienbesitz nicht trennen will, hat diverse Möglichkeiten, der Steuerreform zu entkommen. Berater empfehlen beispielsweise ihren Kunden die Firmen zu verkaufen und sich zu 25,1 Prozent wieder daran zu beteiligen. Damit würden die Unternehmer nach wie vor Herr im eigenen Haus bleiben und noch Geld übrig haben, vorausgesetzt, der Rest des Kapitals wird breit gestreut. Einige Unternehmer stückeln jetzt die Firma in kleinere Anteile und können sie so auch nach 1990 bei Bedarf zum halben Satz verkaufen, denn die Grenzen von zwei oder fünf Millionen Mark können vom Eigentümer in jedem Jahr neu ausgeschöpft werden.

Gert Hagen wollte nicht splitten, sondern "den Fortbestand der Firma sichern". Der Verkauf an die Spanier sei die beste Lösung gewesen. Seit 1988 ist er Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Nun ist er statt Mitinhaber nur noch leitender Angestellter im ehemaligen Familienbetrieb und hofft, daß die Spanier nach fünf Jahren seinen Vertrag bei Hagen verlängern.