Immer wenn die Frage aufkommt, wie der Lebensstandard der Menschen verständlich und international vergleichbar gemessen werden kann, werden in der Europäischen Management- Und Marketing-Agentur (EMMA) unterschiedliche Möglichkeiten kreativ und kontrovers diskutiert.

„Das Bruttosozialprodukt und seine Wachstumsrate“, sagt Direktionsassistent Dr. Günter P., „sind nicht als Indikatoren für Lebensstandard und Fortschritt konzipiert worden. Sie können Schaden stiften, wenn sie eine positive wirtschaftliche Entwicklung anzeigen, die tatsächlich zu Lasten der Umwelt und des Lebensstandards geht. Wir müssen bessere Indizes für den Wohlstand finden!“

„Das Statistische Bundesamt arbeitet an einem Satellitensystem von Indikatoren“, sagen die Kollegen.

„Das ist nützlich, aber verwirrend“, sagt Dr. P. „Wir brauchen einen griffigen Index.“

„Der Verbrauch an Toilettenpapier“, sagte Kollege M. „Da weiß jeder, was er in der Hand hat. Der TP-Index steht für Hygiene und Komfort. Je höher der Verbrauch, desto höher der Lebensstandard!“

Der Vorschlag findet Anklang. „Damit“, sagt Dr. P., „können wir das Kanzlerwort, daß nur das zählt, was hinten rauskommt, wirtschaftsstatistisch umsetzen.“

International erfahrene EMMA-Kollegen weisen jedoch darauf hin, daß manche Kulturen traditionsgemäß völlig ohne Toilettenpapier auskommen.“ „Ein TP-Index für Lebensstandard nach Fortschritt würde dort sicherlich als diskriminierend empfunden.“