In München steht ein Hofbräuhaus, weil der bayerische Herzog Wilhelm V., der Fromme, statt weiterhin Bier aus Norddeutschland zu importieren, ein eigenes „Preuhauß“ gründete. Das war im Jahre 1589. „Jetzt wird g’feiert“, heißt es deshalb vom 1. bis zum 4. Juni, allerdings nicht in der weltberühmten Touristenschwemme am Platzl (wohin das „Preuhauß“ 1644 zog und das in seiner heutigen Form aus dem Ende des letzten Jahrhunderts stammt), sondern in München-Riem, wo das Bier des Staatlichen Hofbräuhauses mittlerweile hochmodern gebraut wird. Mit Jahrmarkt, Schmankerln und der Bayerischen Meisterschaft im Ochsenrennen wird das bierselige Jubiläum begangen. Im Hofbräuhaus in der Innenstadt, dem Pilgerziel von Millionen München-Besuchern, können sich derweil die vielen Fremden und die nicht ganz so vielen Einheimischen außer an maßweise Gerstensaft auch an einem speziellen 400-Jahre-Festmenü laben. Über die Historie der staatlichen Brauerei klärt von Mitte Juni an eine Ausstellung im Stadtmuseum auf.