Nach harten Verhandlungen zwischen dem Hersteller Boeing und den europäischen Zulassungsbehörden soll der neue Super-Jumbo der Lufthansa nun in der ersten Juni-Hälfte abheben.

Ist der Super-Jumbo, die Boeing 747-400, so lautete die Gretchenfrage, nun ein neues oder nur ein verbessertes Flugzeug? Bei Boeing in Seattle herrschte die Meinung, daß die 747-400, die nonstop etwa 14 Stunden und 14 000 Kilometer fliegen kann, nur noch von zwei Piloten bedient wird und Platz für etwa 400 Passagiere hat, lediglich eine Weiterentwicklung des vor zwanzig Jahren erstmals zugelassenen Jumbos sei. Die europäischen Behörden (auch die Niederlande, Großbritannien und Frankreich haben Maschinen geordert und verhandelten geeint) hingegen zögerten mit der Musterzulassung und verlangten Sicherheitsstandards nach dem neusten Stand.

Etwa hundert bis ins kleinste Detail gehende Änderungen – die Hauptforderungen sind mehr Sicherheit bei Schäden der Außenhaut im Oberdeck und bei der elektrischen Verkabelung – wollter die europäischen Experten, zuständig für Deutschland ist das Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig, berücksichtigt wissen.

Bis zum August nun, so das Ergebnis der Verhandlungen, will Boeing sein Änderungspaket vorlegen, nach dem dann die weiteren Maschinen gebaut werden sollen. Zwei der Langstreckenjets allerdings sind bereits in Europa eingetroffen, einer bei der KLM, einer be der Lufthansa.

Was dem LH-Jet zum Liniendienst noch fehlte, ist die Zulassuig. Sowohl die Musterzulassung (für den Typ der Maschine) als auch die Verkehrszulassung (für das geieferte Flugzeug) will das Luftfahrt-Bundesamt jedoch voraussichtlich Anfang Juni erteilen – ohne vorherige Änderungen. Denn generell sehen die Braunschweiger Beamten derzeit kein Sicherheitsrisilo. Die Latte der zusätzlich geforderten Nachbesserungen bezieht sich auf die Zukunft – dann, wenn die Jumbos in die Jahre gekommen sind. Dennoch sollen binnen Zweijahresfrist alle neuen Maschinen auf den allerneusten Sicherheitsstand gebracht werden. Die bis dahin schon ausgelieferten müssen in den heimischen Werften nachgerüstet werden.

Bereits mehr als drei Monate wartet die Lufthansa auf den Start des Großraumflugzeugs der neuen Generation, sie konnte zusätzliche Verbindungen nicht aufnehmen, mußte statt mit dem neuen Superjumbo mit dem Airbus fliegen und Tag für Tag erhebliche finanzielle Mehrbelastungen hinnehmen.

Nach innerdeutschen Flügen, vornehmlich zwischen Hamburg und Frankfurt, geplanter Starttermin 10. Juni, soll der neue Jumbo im Herbst auf Langstrecke in Richtung Fernost und Pazifik geschickt werden.

Insgesamt sind fünfzehn Boeing 747-400 bestellt, sechs erwartet die Lufthansa noch in diesem Jahr, die nächste Maschine im August, put