Meine Cousins kamen mich in La Boverie besuchen, um mich zur Kirmes in Xhoris, einem Dorf in der Grafschaft Logne, einzuladen. Ich fuhr mit meinem Bruder dorthin, ließ ihn aber allein zurückkehren und blieb bei meinem Onkel. Nach einigen Wochen fühlte ich mich so wohl in meiner Familie und in dem Dorf, wo drei Viertel meiner Verwandten wohnten, daß ich beschloß, nicht mehr nach Frankreich zurückzukehren.

Ich schickte also meinen älteren Bruder dorthin, um meine Habe und meinen jüngeren Bruder zu holen. Letzteren konnte ich nicht mehr in Paris unterhalten, weil man mir die Rente von 5000 Livres nicht ausbezahlte und ich immer noch Vorschüsse aus der anderen Rente von 3000 Livres bezog.

Nach der Rückkehr meiner Brüder aus Paris reiste ich wieder nach La Boverie, um die wenigen Sachen zu ordnen, die aus Paris gekommen waren. Ich bezahlte weiterhin die Pension meines älteren Bruders in Lüttich. Mein jüngerer Bruder blieb bei mir. Einige Zeit später gab mir meine Tante aus Lüttich über meinen Bruder zu verstehen, daß wir besser daran täten, zusammenzuziehen statt in Pension zu leben. Dies käme uns nicht nur billiger, sondern wir wären auch glücklicher.

Einer meiner Brüder hatte inzwischen geheiratet und in Paris eine Anstellung gefunden. Von daher mußte ich mich nur noch um meine beiden Brüder und meine beiden Schwestern kümmern. Wir hatten die Absicht, alle zusammen nach Lüttich zu ziehen, wo wir alle Bildungsmöglichkeiten einer Großstadt gehabt hätten. Mein älterer Bruder sollte eine Stellung finden, die meine Tante ihm beschafft hätte. Nach der Rückkehr des Fürsten, der noch in dem Kloster von St. Maximin in Trier weilte, wäre er in dessen Leibgarde eingetreten.

Da das Gerücht umging, daß Lüttich und Umgebung vielleicht geplündert würden, daß viele Soldaten kommen und in allen Häusern einquartiert würden, kehrte ich nach Xhoris zu meinem Onkel zurück. Dort wollte ich abwarten, bis die Umstände uns erlaubten, unsere Pläne durchzuführen und ein gemeinsames Haus zu haben. Ich hatte also vor, mich ganz in meinem Heimatland niederzulassen und nur dann nach Frankreich zurückzukehren, wenn es meine Geschäfte unbedingt verlangt hätten. Ich kaufte ein Stück Land in Xhoris, wo ich vorhatte, einen Teil des Jahres zu verbringen. Denn mein Onkel hatte mir versprochen, mir ein Haus zu überlassen, das ich ihm bezahlt hätte, wenn ich Geld gehabt hätte.

Der Gutsbesitzer und der Bürgermeister des Dorfes sahen es nicht gern, daß ich mich in diesem Dorf niederließ. Ich muß allerdings zugeben, daß ich die Rechte und die Interessen der Gemeinde nach meinen Kräften verteidigt hätte. Ich hätte ohne Abstriche all das aufrechterhalten, was der Fürst und das Reichsgericht von Wetzlar auf legalem Wege zugestanden hatten. (Da Stavelot und damit auch Xhoris zum deutschen Reich gehörten, war auch das Reichskammergericht in Wetzlar für die Rechtsprechung als höchste Instanz zuständig. Jeder hatte das Recht, Beschwerden über verweigerte oder verzögerte Justiz von den Landesgerichten vor dieses Reichsgericht zu bringen.) Ich hatte dazu das Recht, denn ich hatte dort Grundbesitz und hätte nur meine einfache Pflicht im Hinblick auf mich und die anderen erfüllt. Während ich meine Interessen vertreten hätte, hätte ich mich mit Freude gleichzeitig für meine drei Tanten, einen Onkel und sieben oder acht deutschen Vettern eingesetzt, die alle dort Besitz haben. Dies war der Lebensplan, den ich mir vorgenommen hatte.

Als ich hörte, daß die Dinge nicht so schlecht standen, wie man glaubte, und daß es in Lüttich nur kaiserliche Soldaten gab, die sich recht gemäßigt aufführten, kehrte ich nach La Boverie zurück, ohne jedoch das Stück Land bezahlen zu können, das ich gekauft hatte und noch immer schuldig bin.