In Deutschland ist in den Sommermonaten überall eine Menge los in Sachen Kultur: Theater, Konzerte, Freilichtspiele. Hier eine kleine Auswahl aus der Vielzahl der Angebote.

Längst hat sich das schleswig-holsteinische Musikfestival einen Namen gemacht. Andere Länder streben nach: Nordhessen mit seinem „Kultursommer 89“, Baden-Württemberg mit einer Menge internationaler Konzerte oder Oberbayern zwischen Inn und Salzach mit immerhin fast vierzig Konzertaufführungen in Kirchen und Schlössern.

Aber auch kleinere Regionen, Städte und Gemeinden mischen, manchmal allerdings noch weniger beachtet, mit. Fast hundert Freilichtbühnen werden heute zwischen der Nordsee und den Alpen gezählt.

Da werden unter freiem Himmel Karl May und Aristophanes, Gogol, Andreas Gryphius, Schiller und Bert Brecht, aber auch viele klassische Kinderstücke wie „Pippi Langstrumpf“ oder „Aladin und die Wunderlampe“ aufgeführt.

In Bad Segeberg erlebt man bis zum September an den Wochenenden Karl Mays „Schatz im Silbersee“. In Lilienthal bei Bremen werden die „Vögel“ des Aristophanes, im niedersächsischen Bad Bentheim Carl Zuckmayers „Schinderhannes“, in Bad Pyrmont vier Komödien Shakespeares gespielt, auf den Freitreppen des Doms von Billerbeck im Münsterland wird Hugo von Hofmansthals „Jedermann“ gegeben. Auf der Freilichtbühne von Porta Westfalica kann man Goethes „Faust“ sehen und in Nettelstedt das „Wirtshaus im Spessart“.

Auch in Süddeutschland tut sich einiges: zum Beispiel auf der Luisenburg im Fichtelgebirge bei Aufführungen der „Räuber“ und des „Robin Hood“, auf der Burg Leuchtenberg beim „Holledauer Schimmel“ und der „Maria Magdalena“.

In Straubing wird – achtzehnmal zwischen dem 7. und 30. Juli – mit einem Festspiel an „Agnes Bernauer“ erinnert, bei dem 350 Laiendarsteller in historischen Kostümen mitwirken. Originelle und urwüchsige Ritterspiele gibt’s zwischen dem 23. Juli und 3. September in Kiefersfelden an der bayerisch-Tiroler Grenze: diesmal „Richard und Wulfilde“.