Wer mit dem Auto ins Ausland fahren möchte, sollte sich vorher informieren: Einige Länder verlangen internationale Papiere, und zum Schutz werden für viele Ziele zusätzliche Versicherungen empfohlen.

Daß die Grenzen innerhalb der Europäischen Gemeinschaft eingeebnet werden, zahlt sich auch für Autourlauber aus: Der Internationale Führerschein, noch vor wenigen Jahren vielerorts gefragt, hat innerhalb der EG ausgedient. Selbst in den meisten Ostblock-Ländern wird er offiziell nicht mehr gefordert. Dort verlangt nur noch die Sowjetunion das internationale Dokument – daneben ist es innerhalb Europas lediglich in Island für deutsche Fahrer Pflicht.

Auch die Türkei und Israel, Tunesien und Marokko sowie die USA und Kanada begnügen sich offiziell mit der deutschen Fahrerlaubnis. Dennoch empfiehlt der ADAC, in anderssprachige Länder außerhalb der EG vorsichtshalber den Internationalen Führerschein mitzunehmen: Nicht jeder Polizeibeamte oder Autovermieter im Ausland kennt sich mit den deutschen Papieren aus, die eigentlich aufgrund staatlicher Vereinbarungen genügen.

Wer allerdings bereits einen der neuen Führerscheine besitzt, die seit 1986 ausgegeben werden, kann eher auf die internationale Ausgabe verzichten: Dieses rosafarbene Dokument wurde internationalen, im Ausland bekannten Standards angenähert.

Der Internationale Führerschein kostet bei den Zulassungsstellen zehn Mark und wird bei Vorlage von Ausweis, Führerschein und Paßbild sofort ausgestellt. Er gilt drei Jahre.

Wenn der Wagen nicht auf den Namen des Fahrers zugelassen ist, sollte man sich für die Fahrt ins Ausland vom Besitzer eine Benutzungsvollmacht ausstellen lassen. Einige osteuropäische Länder, darunter auch Jugoslawien, verlangen zusätzlich eine Beglaubigung der Vollmacht. Die entsprechenden mehrsprachigen Formulare sind beim ADAC zu haben, der sie für seine Mitglieder auch beglaubigen kann.

Sinnvoll auch innerhalb der EG-Staaten ist es, eine Grüne Versicherungskarte auf die Fahrt ins Ausland mitzunehmen. Zwar ist sie nur noch in Bulgarien, Jugoslawien und Griechenland, in Polen, Rumänien und der Türkei Pflicht. Aber sie erleichtert im Falle eines Unfalls die Abwicklung, die über spezielle Büros in den jeweiligen Ländern erfolgen kann. Die Karte wird von den Haftpflichtversicherungen kostenlos ausgestellt.