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DIE ZEIT

Schönste Zeit

Jetzt beginnt sie wieder, „die schönste Zeit des Jahres“. Wer immer diesen Slogan der Tourismusindustrie erfunden hat, es muß ein Sadist gewesen sein.

Totentanz im Riesenreich

So wie einst die revoltierenden Strelitzen, jene blutrünstigen Leibgardisten des Zaren, ihre Opfer von den Kreml-Mauern in aufgerichtete Lanzen hinabgeworfen hatten, so präsentierten jetzt fünf Usbeken im Ort Jaipan einen Halbwüchsigen der meschetischen Minderheit auf ihre Spieße gebohrt.

Nachbarn

Wer gute Nachbarschaft pflegt, besucht seine Zeitgenossen regelmäßig, lädt sie aber auch zu sich nach Hause ein. Solche Art Nachbarschaft hat wohl dem Regierenden Bürgermeister Walter Momper vorgeschwebt, als er am Montag in Ost-Berlin den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker nicht nur bat, DDR-Besuche für Westberliner zu erleichtern, sondern auch Gegenbesuche in West-Berlin.

Es grünt so grün...

Viele Parteien haben bei den Wahlen zum Straßburger Europaparlament Mandate hinzugewonnen. Doch wirklich gesiegt hat eine Idee: die Ökologie.

Worte der Woche

„Die begeisterte Aufnahme Gorbatschows durch die Bevölkerung ist Ausdruck tiefer Friedenssehnsucht und des Wunsches nach Aussöhnung mit den Völkern der Sowjetunion.

Zeitspiegel

Der Polizist im VI. Budapester Stadtbezirk war verwirrt. Vor der chinesischen Botschaft versammelten sich noch abends um zehn Uhr Mitglieder des oppositionellen Jugendverbandes FIDESZ, Fackeln wurden verteilt, Kerzen angezündet.

Quo vadis Germania?

Eine Standortbestimmung der Bundesrepublik nach den Besuchen von Bush und Gorbatschow

Die letzte Stunde bei Lehrer Y.

Wir haben in den beiden ersten Stunden Chinesisch. Lehrer Y. betritt fünf nach acht die Klasse; er ist das erste Mal unpünktlich.

Weltbühne: Gift, Geld und Gewehre

Der Satz "Kokain ist die Rache Lateinamerikas für den Yankee-Imperialismus" ist südlich des Rio Grande weit verbreitet, vernebelt aber, um was es wirklich geht, nämlich um schätzungsweise acht Milliarden Dollar jährlich.

„Nicht Vergangenes restaurieren“

Wir hören schrille Töne aus Ländern, denen wir uns freundschaftlich verbunden wissen. Verwundert und verwirrt sehen wir uns mit Angstträumen konfrontiert, die mit unseren Hoffnungen nichts zu tun haben.

Bonner Bühne: Gemischte Gefühle

Ganz zum Schluß kommen die Sozialdemokraten und die Grünen. Im europäischen Nachwahlgetümmel sind sie an den Rand geraten, kein Wunder bei den neuen Einbrüchen für die Union und dem ersten Flächenerfolg für die Republikaner.

Nachlese: Mehrheit ohne Macht

Der zweite Wahlgang bestätigte die Ergebnisse des ersten vor zwei Wochen: Die Regierungskoalition in Warschau, obwohl per Vorabsprache mit der Mehrheit in den beiden Kammern der Nationalversammlung ausgestattet, wird nur noch vom eigenen Lager unterstützt; die oppositionelle Solidarnosc, zur Minderheit in der Parlamentsvertretung gestutzt, repräsentiert die Mehrheit der Bevölkerung.

Ein rechter Trost

They never come back: Für die Berliner FDP gilt diese alte Boxerweisheit nicht. Der Rechtsanwalt Hermann Oxfort war schon zweimal Justizsenator unter wechselnden Koalitionen, nun wird er zum zweiten Mal Landesvorsitzender.

Was heißt lebensfähig?

Die Ärzte und Hebammen der gynäkologischen Abteilung der Klinik mußten rasch eingreifen: Die Herzfrequenzmuster des Kindes auf den CTG-Monitoren schlugen Alarm.

Umstrittene Euthanasie

Dem Leidenden zu einem „guten Tod“ zu verhelfen, dies heißt wörtlich Euthanasie – und meint zum einen die (aktive wie passive) Sterbehilfe, zum anderen die willentliche Herbeiführung des Todes eines schwer Leidenden, Kranken oder Schwerbehinderten durch medizinische Maßnahmen.

Kehraus nach dem Giftspuk

Strahlende Junisonne bescheint den Schauplatz, eine Geistersiedlung im Bielefelder Ortsteil Brake. Auktionator Detlef Jentsch eilt als Regisseur einer in der Geschichte der Bundesrepublik bisher einmaligen Versteigerung bald hierhin, bald dorthin, um – unterstützt von 35 Angestellten des Liegenschaftsamtes der Stadt – die letzten Vorbereitungen zu treffen.

Untersuchungsausschuß Geiseldrama: Es piept...

Nach dem Banküberfall in Gladbeck inszenierten Gangster, Polizei und Medien am 17. August vergangenen Jahres auf einer Raststätte nahe Bremen den zweiten Akt des Geiseldramas.

Deutsche Börsen: Klare Worte

Wenn die führenden Köpfe des deutschen Finanzgewerbes öffentlich über den Finanzplatz Deutschland reden, loben sie allenthalben „die hohe technische Effizienz des Finanzsystems und seinen traditionell liberalen ordnungspolitischen Rahmen“.

EG-Fernsehstreit: Wirkungen

Kurz vor dem Ziel gestoppt worden ist die Richtlinie zum grenzüberschreitenden Fernsehen. Die Europäische Gemeinschaft wollte damit den freien Sendefluß innerhalb ihrer Grenzen sichern und nebenbei den Einfluß der Amerikaner mindern, die mit ihren TV-Serien den europäischen Markt beherrschen.

Bonner Kulisse

Daß die Bundesregierung – Bundeskanzleramt, Auswärtiges Amt, Wirtschafts-, Finanz- und Verteidigungsministerien – an dem verbotenen Export von U-Boot-Konstruktionsunterlagen nach Südafrika beteiligt war, ist immer wieder behauptet worden, aber noch nicht bewiesen.

Wahlkampfkosten: Macht und Moneten

Das Gesetz über die Parteienfinanzierung ist zwar erst seit knapp einem halben Jahr in Kraft, dennoch ist bereits eine erneute Novellierung fällig.

Europa-Gipfel: Charta der Allgemeinplätze

Die spanische Regierung hat Großes vor. Mit vorwärtsweisenden Beschlüssen über den Ausbau des Europäischen Währungssystems (EWS) will sie ihre sechsmonatige EG-Präsidentschaft krönen.

Bank und Börse: Zwischen Glaube und Hoffnung

Soll man nun oder soll man nicht?“ Das ist die Frage, über die sich professionelle Geldanleger derzeit den Kopf zerbrechen. Sie denken nämlich darüber nach, ob jetzt schon der Zeitpunkt gekommen ist, langfristige Anleihen zu kaufen, oder ob sie damit lieber noch warten sollten.

Zeit und Geld: BHW: Streit um Bauspartarif

Den deutschen Finanz- und Vermögensberatern geht es wie den Journalisten. Praktisch jedermann darf sich mit diesen Berufsbezeichnungen schmücken und – wenn auch nicht immer ungestraft – den ehrenwerten Stand in Mißkredit bringen.

Opel – ein Sonderfall

Stumpfe: Weil wir nicht sehen, weshalb wir einseitig die Verhandlungsposition der Arbeitgeber erheblich verschlechtern sollen, ohne daß die IG Metall irgendein Entgegenkommen signalisiert.

ZEITRAFFER

Von den im Mai zugelassenen neuen Personenkraftwagen waren 96,6 Prozent mehr oder weniger schadstoffarm. Rund 216 000 Benzin- und 23 000 Dieselfahrzeuge konnten dieses Prädikat vorweisen.

MANAGER UND MÄRKTE

Jetzt ist die Bonner Regierung wieder am Zug, über eine erste Praxis-Strecke für die Magnetschnellbahn Transrapid zu entscheiden.

LÄNDER IM VERGLEICH

In den Ländern Ostasiens gab es im vergangenen Jahr eine boomartige Steigerung der Bruttosozialprodukte. Die sogenannten Schwellenländer Singapur, Südkorea, Taiwan und Hongkong konnten ihre Wirtschaftstätigkeit auf vergleichsweise hohem Niveau noch kräftig steigern.

Paradies für halbe Mark

Ein türkischer Patriarch, den Bauch gewichtig hervorgestreckt, Frau und Kinder in angemessenem Abstand folgend, nähert sich einem Händler, der Werkzeug feilbietet.

Abkehr vom Markt

Ökonomie im Dritten Reich – ein Beitrag zur Historie der Wirtschaftswissenschaften

Rudolf Engen: Das Hungerbuffet

Immer wenn die Geschäftsleitung der Europäischen Management- und Marketing-Agentur (EMMA) Einladungen zu Empfängen, Cocktails, Dinners und Festveranstaltungen an Direktionsassistent Dr.

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