Immer mehr deutsche Urlauber verwenden im Ausland Eurocheques. Für manche Verwirrung sorgt bei ihnen allerdings, daß die Schecks im Urlaubsland nicht in Mark, sondern in der Währung des Gastlandes ausgestellt werden müssen. Jetzt teilte der Zentrale Kreditausschuß (ZKA) die Eurocheque-Höchstbeträge für die größten Reiselander mit. In einigen Fällen haben sich diese gegenüber dem Vorjahr verändert. So dürfen Italien cheques in Frankreich bis 1400 Francs, in Italien bis 300 000 Lire, in Spanien bis 25 000 Peseten, in Österreich bis 2500 Schillinge, in Griechenland bis 25 000 Drachmen und in Jugoslawien bis zwei Millionen Dinar ausgestellt werden.

Knapp sieben Milliarden Mark habe der Bund in den Jahren von 1984 bis 1988 aus Privatisierungsaktionen bundesstaatlicher Unternehmen eingenommen, schreibt die Deutsche Bank in ihrem jüngsten Bulletin. Fast die Hälfte, nämlich gut drei Milliarden Mark, spülte allein die Veba-Privatisierung in die Bundeskasse. Im Vergleich zu Großbritannien und Frankreich, die Staatsunternehmen für umgerechnet 75 Milliarden und 20 Milliarden Mark an private Anleger veräußerten, ist das allerdings ein eher bescheidener Betrag. Der erheblich geringere Bundesbesitz, so die Bank, lasse eben nur einen geringeren Umfang des Gesamterlöses zu. Die Deutsche Bank fordert vor allem die Gemeinden auf, die Privatisierung voranzutreiben. Dort liege das größte Potential, insbesondere im Bereich der Dienstleistungen.

*

Die Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt, hat die Konditionen ihrer Sonderkreditprogramme „Landwirtschaft“, „Junglandwirte“ und „Dorferneuerung“ im Schnitt um 0,2 bis 0,25 Prozentpunkte verbessert. Die Kredite gibt es vom 20. Juni an zu Zinssätzen zwischen 6 und 7,35 Prozent. Sie sind damit deutlich billiger als Kredite von Geschäftsbanken, die Zinsen, zwischen neun und zehn Prozent verlangen. Kreditanträge müssen formlos über die Hausbank an die Rentenbank gerichtet werden. bm