Im April 1989 gab es in der Bundesrepublik zehn Prozent weniger Firmenpleiten als im gleichen Vorjahresmonat. Insgesamt meldeten 789 Unternehmen beim Amtsgericht Konkurs oder Vergleich an. Den stärksten Rückgang verzeichneten die Dienstleistungsbetriebe mit 17,5 Prozent und das Baugewerbe mit 9,7 Prozent.

Der Treibstoffverbrauch in der Bundesrepublik ist im April dieses Jahres um 1,4 Prozent auf 2,14 Millionen Tonnen zurückgegangen. Die Nachfrage nach Diesel allerdings stieg um 0,6 Prozent auf 1,42 Millionen Tonnen. Rund 57 Prozent des verkauften Kraftstoffes waren bleifrei. Vor einem Jahr lag der Anteil erst bei rund 42 Prozent.

Mit 530 Millionen Mark Umsatz im vergangenen Jahr ist der bundesdeutsche Video-Markt im Vergleich zu 1987 nur noch wenig gewachsen. Der Preisrückgang im Videoverleih führte zu Gewinneinbußen. Die Zahl der Verleihstellen sank gegenüber dem Vorjahr um etwa 700 auf 7100. Dagegen wurden mit 2,3 Millionen Stück mehr als doppelt so viele bespielte Kassetten verkauft.

Als Devisenmarkt hat das Bankenzentrum Singapur Sydney und Hongkong im Tagesvolumen überholt. Der durchschnittliche Tagesumsatz lag im ersten Quartal 1989 bei 57,3 Milliarden US-Dollar. Mehr schaffte nur Tokio, der größte Devisenmarkt Asiens.

Um 3,7 Prozent auf 8,1 Milliarden Tonnen Öleinheiten ist im vergangenen Jahr der Weltenergieverbrauch gestiegen. Das größte Wachstum gab es in Südostasien, wo der Verbrauch um mehr als elf Prozent auf rund 240 Millionen Tonnen Öleinheiten zunahm. Am meisten Energie verbrauchten mit 1,9 Milliarden Tonnen Öleinheiten die USA, dort stieg der Verbrauch im Vergleich zu 1987 um vier Prozent. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag mit acht Tonnen Öleinheiten in den Vereinigten Staaten doppelt so hoch wie in Japan. Auch dort nahm der Energieverbrauch 1988 um sechs Prozent auf 400 Millionen Tonnen Öleinheiten zu. Die Westeuropäer verbrauchten bei einer Jahresmenge von 1,3 Milliarden Tonnen nur ein Prozent mehr Öl. jga