Die sieben wichtigsten sunnitischen Mudschaheddin-Parteien haben ihre Zentren in der nordwestpakistanischen Stadt Peschawar und sind in der Islamischen Allianz der afghanischen Mudschaheddin zusammengefaßt. Vier von ihnen gelten als Fundamentalisten. Sie treten für eine islamische Republik in Afghanistan ein ohne die klerikale Herrschaft wie in dem Nachbarland Iran.

1. Hizb-e Islami (Islamische Partei) I unter dem 42jährigen Gulbuddin Hekmatjar. Die Organisation besteht seit 1968.

2. Dschamiat-e Islami-e Afghanistan (Islamische Versammlung Afghanistan) unter Burhanuddin Rabbani. Rabbani ist der einzige Tadschike unter den prominenten Mudschaheddin-Führern. Seine Partei beherrscht die nördlichen Regionen Afghanistans.

3. Hizb-e Islami (Islamische Partei) II unter dem Paschtunen Junes Chalis. Die Chalis-Gruppe spaltete sich 1978 von Hekmatjar.

4. Itehad-e Islami Bara-e Azadi-e Afghanistan (Islamische Einheit für die Freiheit Afghanistans) unter dem Paschtunen Abdulrasul Sayyaf. Die Gruppe besteht seit 1981 und wird von Saudi-Arabien beziehungsweise von den Wahhabiten unterstützt.

Drei weitere Gruppen, die sogenannten „modernen“, sind national muslimisch mit dem traditionellen Islam Verständnis. Sie gelten als Königstreue, da sie für die Rückkehr des Exkönigs Zahir Shah plädieren:

5. Harakat-e Engelabe-e Islami (Bewegung für die islamische Revolution) unter dem Paschtunen Mohammad Nabi Mohammadi. Die Gruppe besteht seit 1978.