Die Haare sind wie ein Vorhang, die Augen sitzen hinter diesem Flattergitter wie im Käfig, und die Nase ragt wie ein doppelt gesenkter Zeigefinger dazwischen durch. So müßte er sich selbst einmal zeichnen. Aber das macht er mit anderen, zieht aus dem linken Ärmel über seiner verwachsenen Hand abgerissenes Packpapier, drückt es auf den versteiften Handrücken, das ist die Unterlage, und sagt doch zu mir: „Moment mal!“

Meinen Hinterkopf hat er hingestrichelt und unter dem Hals gleich die Beine ohne Füße montiert. Das sieht nach vergeblicher Flucht aus, und er sagt dazu noch: „Irgend etwas von dem da sind Sie, und was Sie jetzt reinphantasieren, ist mindestens fünf Mark wert. Und er setzt ein „a,a“ unter diesen Wisch.

Aus einer Frau macht er, zick, zack, ein paar hochhackige Schuhe, die von einem lochartigen Bauchnabel knapp darüber bewacht werden. Sie schlägt ihm das Stück Packpapier aus der verkrüppelten Hand, bückt sich dann aber doch danach und zerknüllt es. „Der wird noch mal berühmt“, sagt einer, der für zwei Augen, das sollten seine sein, auch fünf Mark bezahlte.

In der Fischbratküche zeichnet er den Kellner nachher als eine steil aufgerichtete Gräte mit einem Zahnstummel als Kopf. Der Kellner sammelt solche Packpapierschnitzel, Stück für fünf Mark, und tauscht auch manchmal Kunst gegen Fisch. Dann habe ich den verwuschelten Typ für fünf Mark am rechten Ärmel festgehalten und ihn nach seinem Leben hinter dem Vorhang gefragt. Da schiebt er den Vorhang beiseite und rattert allerhand über Verbrühungen herunter, die er als Kind abbekommen hat. Und er zeichnet einen Kinderpopo voller Narben, der sich gerade setzen will, macht ein „a,a“ darunter und tut auch selbst so, als müsse er mal groß.